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Donnerstag,
24.2.2011
Helikopter
verunfallt
Heute
Morgen ist in der Caldera ein Helikopter verunfallt. Es gab offensichtlich
zwei verletzte Personen. Der Unfall ereignete sich um ca 09.20h
im Gebiet von Dos Aquas. Beide Passagiere, Pilot und Co-Pilot verletzten
sich beim Unfall schwer. Einer sei in kritischem Zustand wurde heute
Nachmittag um 14.30h gemeldet.
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Bild
(C) Rosa Rodríguez Canarias
Donnerstag,
24.2.2011
Glück
gehabt!
In
dieser Woche stehen wir unter Einfluss von Afrika, zum Glück
nicht politisch, sondern nur Wettermässig. In den Schichten
über der Inversion ist es warm und trocken mit wenig Wind.
Darunter feuchter mit einer mässigen Passatströmung. Die
Inversion lag gestern auf nur 700m AMSL. Das bedeutet zum Einen,
dass kaum Wind über die Cumbre Nueva ins Ariane Tal einfliessen
kann, zum Anderen aber auch, dass der Venturi-Effekt im Süden
gut wirken kann. Zusätzlich ist die tiefe Inversion dafür
verantwortlich, dass dieser Venturi nicht sehr viel Luft bewegen
muss. Das Resultat fast immer im Tagesverlauf zunehmende Windstärke
aus Nord. So auch gestern. Eine Gruppe fuhr zum Campanarios. Ich
blieb in Puerto Naos und meldete laufend den Wind. Immer eindringlicher
forderte ich die Piloten auf, endlich loszufliegen, denn der Wind
drehte langsam auf Nord und nahm stetig zu. Zuerst 5 km/h, dann
7 dann knapp 10. Endlich, die ersten Piloten in der Luft. Wind 15km/h
ich empfahl nicht mehr zu starten aber auch der letzte Pilot startete
noch. Es kamen alle gut in Puerto Naos an wo der Wind nun bereits
über 20km/h auffrischte. Die Landungen am Strand waren aber
alle problemlos. Der NNW strömte laminar vom Meer rein. Rund
30 Minuten später dann ein Funkruf es sei ein Pilot in der
Luft am kömpfen. Das Meer war längst weiss von Schaumkronen.
Ich rannte aus dem Büro um zu sehen wo er sich befand. Dieser
kämpfte in Richtung Charco Verde erfolglos gegen den Nordwind.
Mal hier mal da ein Klapper. Der Schirm mit der schwarzen Eintrittskante
war mir bekannt, ein noch unerfahrener Freiflieger. Nachdem ich
ins Büro rannte um ein Funkgerät zu holen und gleich wieder
rauskam war der Schirm verschwunden. Aus der Pilotenliste entnahm
ich seine Handynummer und rief an, aber er nahm das Telefon nicht
ab. Wir befürchteten Schlimmes! Nach kurzer Suche fanden wir
den Piloten wolauf. Er landete in einem Lavafeld und verletzte sich
glücklicherweise nicht. Auch der Schirm war iO. Selbstverständlich
wollte ich wissen, wie er darauf kam, bei diesen Bedingungen noch
zu Fliegen. Es stellte sich heraus, dass ihn ein sonst nur am Time
fliegender Pilot zusammen mit einer weiteren Person zum Gallo brachten.
Dieser "Guide" hat ihm offensichtlich den Flug empfohlen.
Interessant auch, dass sich seine "Guides" bei der Suche
nach dem Piloten nicht blicken liessen. Nicht auszumahlen, was passiert
wäre, wenn der Pilot ins Lee von Charco Verde geflogen und
verunfallt wäre!
Nicht zuletzt: Die Guardia Civil untersucht solche Unfälle
von Amtes wegen. Solche Fehlberatungen können dann schnell
biz zu 2 Jahre Knast bedeuten! Ihr merkt, ich bin sauer! Solchen
Mist erachte ich wahrscheinlich zu Recht als Verantwortungslos und
vielleicht liest derjenige der das verbockt hat diesen Blog, und
vielleicht - ich gebe die Hoffnung nicht auf - lernt er etwas daraus,
oder kauft sich wenigstens ein Fernglas...
Sonntag,
20.2. 2011
Noch
ein geschenkter Tag
Das
Hoch verursacht immer mehr eine stabilisierung der Luftmasse mit
sinkender Inversion. Diese befand sich heute auf rd. 800 m und wird
in den nächsten Tagen noch weiter runter gedrückt. Heute
war aber ein erneuter guter Flugtag nicht wie am Freitag, aber trotzdem
lagen lange Flüge drin. Morgen wird der Wind zunehmen, das
gepaart mit der tiefen Inversion führt meist zu lokalen starken
Windsystemen. Flugwahrscheinlichkeit für morgen nicht über
40%, vamos aver.
Hier
noch Google Earth mit dem Track vom Freitag. Es war eine offene
Strecke mit drei Wendepunkten und 35.45 Kilometern.

Samstag,
19.02.11
Von
wegen "Mau"
Gestern
Morgen gab es mal ein Flügli vom El Time. Obschon wir um 11h
bereits in der Luft waren, war die Thermik schon recht happig. Fast
6m/s integriert ist für la Palma doch eher viel. So flogen
wir denn nur etwa eine Stunde rum, den meisten Piloten wurde es
zu bockig.
Auf der Rückreise nach Puerto Naos bogen wir zum Campanarios
ab. Zwar waren die Piloten nicht so motiviert. "Meinst du wirklich
es lohnt sich", "aber diese Cirren", "es scheint
schwach zu sein" waren einige Kommentare. Trotzdem fuhren wir
hoch. Nach kurzem Warten am Startplatz fegte eine langanhaltende
Thermik durch die alle motivierte. Der Einstieg gelang nicht allen,
so musste ich auf dem Plateau vor El Remo nochmal richtig Höhe
tanken, da ich in eine ruhigere Phase reinstartete und gleich "absoff".
Das Suchen wurde dann mit einer Thermik belohnt die mich wieder
zu den anderen an die Basis brachte. Weiter in Richtung Süden.
Bei der Caldereta über dem Hotel Princess checkten wir mit
einigen Runden ab, ob sich der Weiterflug lohnt. Der Entscheid viel:
Höhe Tanken und versuchen. Es war kein stärkerer Wind
feststellbar. Die Lücken zwischen den Thermiken waren lang
und mussten mit viel Speed durchflogen werden. Immer wieder wurden
wir aber mit einer weiteren Ablösung belohnt und wir durften
unseren Wendepunkt über dem Vulkan San Antonio setzen. Der
Rückflug gestaltet sich dann traditionell etwas schwieriger,
ist doch meist in dieser Gegend mit einem Nordwind zu rechnen. Dieser
war aber recht moderat und wir konnten immer über der Strasse
fliegen. Nach vielleicht 1.5 Stunden waren wir wieder am Campanarios
angelangt und wir trennten uns. Ein Pilot flog Richtung Puerto Naos,
ein weiterer meldete, dass sein Vario ausgefallen sei und er mit
mir mitfliegen wollte. Komischerweise zeigte er mir etwa 10 Minuten
wo die einzelnen Bärte waren ;-). Wir versuchten weiter Richtung
Norden in den Bergen zum El Gallo zu fliegen, doch kurz darauf teilten
wir uns auch auf. Der Variolose Pilot flog nach Puerto Naos. Der
Jedey Pilot hingegen war wieder an der Basis und flog mutig weiter
in Richtung Los Llanos. Das motivierte mich nun auch über die
Ebene hinaus zu fliegen. Thermik Top war nun deutlich tiefer. Man
musste mit 950 Metern vorlieb nehmen. Während ich sah, dass
der Pilot nun in Puerto de Tazacorte einlandete kämpfte ich
immer noch an Ort und Stelle mit Nullschiebern. Der Weg über
die Bananenplantagen bei Tazacorte ist lange und es hat keine Landeplätze.
Also ist es ratsam mit Sicherheitshöhe zu fliegen. Einsetzender
leichter Nordwind liess meine Euphorie abkühlen und ich organisierte
den Rücktransport des GuideService Kunden aus Puerto de Tazacorte
aus der Luft und meldete, dass ich dann in Naos landen werde. Plötzlich
riss die dünne Wolkenschicht auf. Die Thermik setzte wieder
leicht ein und der Wind drehte auf SW. Der Moment des Entscheides
kam. Höhe Tanken und bei 950m über Todoque flog ich weg.
Es reichte satt. Mit 500 m kam ich über Puerto de Tazacorte
an und konnte noch eine grosse Volte fliegen. 3.5 Stunden, es war
vollbracht. Von wegen Mau, der Tag versprach nicht viel, brachte
aber einiges. Auch bei Cirren kann man sich irren ;-)
Dienstag,
15.2.2011
Durchzogene
Flugwoche
Hinter
uns liegt eine Flugwoche die einige sehr gute Tage mit sich brachte,
aber auch einige nicht fliegbaren. Gestern und heute waren wir Wandern.
Gestern Abend flogen zwar ein paar Piloten an der Klippe, meine
Leute wollten aber nicht einen ganzen Tag mit Warten verbringen
und so wanderten wir um den Birigoyo. Heute dann eine weitere Wanderung,
es war Nordwind angesagt, diesmal auf der Ostseite über Sta.
Cruz in eine Schlucht hinein. Wirklich wunderschön die Landschaft
und die Flora. Alle haben die 5 Stunden genossen und wir kamen sogar
noch viel vor Sonnenuntergang wieder zurück nach Puerto Naos.
Morgen beruhigt sich die Situation und am Donnerstag sieht es sogar
sehr gut aus.
Für
diejenigen die Television Canaria empfangen können gibt es
Morgen ein Magazin mit Ausländern auf den Kanaren. Darin durfte
ich auch das Gleitschirmfliegen vorstellen. Es
heisst Canarias Mi Mundo.
Mittwoch,
9. Februar 2011
über
2000
Jawohl,
gestern flogen in der Tat einige Piloten über die Cumbre und
hatten die Möglichkeit mal auf die Ostseite runter zu schauen.
Ein super Tag mit viel Blauthermik und wenig Wind hat uns diese
seltene und bemerkenswerte Lage beschert. Kalt war es zwar dort
oben aber alle die es schafften waren am Abend überglücklich.
Der Höhenrekord von gestern lag auf Inselhöhe, so um die
2.200m. Heute hat uns nun die angekündigte Kaltfront erwischt.
Mit starkem Regen und viel Wind zog die Hauptfront zwischen 11h
udn 12h über die Isla. Die AirBerlin aus Düsseldorf hat
es kalt erwischt und sie musste nach Teneriffa ausweichen. Der Wind
dreht schnell von SW nach NW und ich erwarte, dass die Maschine
mit 2-3 Stunden Verspätung dann auf La Palma ankommen wird.
Morgen scheint der ganze Spuk vorbei und ab Donnerstag Mittag wird
wahrscheinlich schon wieder geflogen. Einmal eine Front wie wir
das kennen. Kurz und heftig.
Montag,
7. Februar 2011
Wenig
viel Wind
Wenig
viel? Ja, das kann es geben. Die Prognose spricht von wenig Wind,
die Realität 30 km/h so geschehen vor paar Tagen. Immer wieder
ist es fliegbar, aber der schwache Wind provoziert immer wieder
ganz lokale Windsysteme. Vorgestern "turnte" ein Pilot
noch an der Klippe obschon das Meer weiss war. Wieder einmal ging
es gut aus. Die Landung war etwas schaukelig, aber im richtigen
Moment setzte er auf, uff; mal wieder gut gelaufen. Spricht man
solche Piloten auf die Windsituation an, wissen sie nicht warum
wir uns Sorgen machen. Es waren ja "nur" 30 km/h...
Gestern flogen wir zuerst im Süden an der Playa de las cabras
und dann auf dem Rückweg noch am Campi wo es Blauthermisch
super gut ging. Heute sind wir auch am Campi unterwegs. Zuerst Blauthermisch
auf 1.800m. Nun hat einsetzender stärkerer Südwind die
Thermik mehr oder weniger weggefegt und die Flüge entwickeln
sich zum Kampf gegen den Wind. Weiter gehts mit wenig Wind und dann
ein Kaltfröntchen am Mittwoch.
Mittwoch,
2. Februar 2011
Wind
Sturm und Schnee
An
Fliegen ist in dieser Woche noch nicht zu denken gewesen. Immer
wieder fallen starke Fallböen ein und in Puerto Naos haben
wir den dritten !!! Tag Wind vom Berg. Windstärken von 20 -
25 Knoten sowie eine Inversion die sich erst heute langsam etabliert,
aber immer noch auf 1.500m beginnt, machen das Fliegen unmöglich.
Gestern sind wir den auch über die Isla gefahren. Nach einem
kleinen Sta Cruz Ausflug wollten wir eigentlich über Sta. Cruz
wandern. Eine sich nähernde Regenfront hat uns aber den Entscheid
abgenommen. Wir sind also auf den Roque de los Muchachos in den
Schnee gefahren, um dann auf der anderen Seite wieder nach Garafia
runter zu düsen. Eigentlich wollten wir dann in Garafia eine
Rundwanderung machen. Diese fiel dann aber nicht ins Wasser sondern
in den Wind der auch hier sehr stark bliess. Letztendlich sind wir
dann bei Tinizara runter gefahren und ans Meer gewandert. Nach dem
Schnee ein kühles Bad im hier ruhigen Meer. So zeigt sich die
Isla Bonita wenns nicht fliegbar ist ;-)

Roque
de los Muchachos 1. Februar 2011

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