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Mittwoch, 30. Juli 2008
Um ca 16h kamen die ersten
Gewitter. Wir hatten die Schulung schon vorher abgeschlossen. Heute
wurden meine Nerven geprüft. Normale Gleitschirmschulung ist
zum Sicherheitstraining mutiert. Zuerst hatte ich einen Schüler
welcher nur zwei Kreise fliegen sollte. Seinen Arcus riss er aber
bereits beim Einleiten ab, dann flog er mal drei Umgänge negativ
bis er meine Kommandi endlich umsetzte und der Schirm wieder flog.
Dieser Pilot war noch nicht am Boden als ein weiterer kam, welcher
die Ohren anlegen sollte. Offensichtlich hatte aber der Startplatzleiter
das Funk nicht einschalten lassen. Der Pilot hörte mich nicht.
Trotzdem wollte er die Ohren anlegen, aber mit den mittleren A Leinen
was zuerst zu einem Frontklapper führte und - er hatte offensichtlich
noch nicht genug und versuchte immer noch ohne Anweisungen ein zweites
Mal - danach in einer veritablen Frontrosette endete. Beim dritten
Flug des Tages durfte derselbe Pilot die Ohren noch einmal anlegen.
Er wurde vorher von mir und dann am Startplatz noch einmal eingewiesen
und in der Luft hörte mich nun auch. Nach der Anweisung: "Vergewissere
dich noch einmal, dass du die richtigen Leinen in der Hand hast,
es sind dies die äussersten Leinen der A-Ebene, diese befindet
sich in Flugrichtung ganz vorne...) zog er unvermittelt die äusserste(n)?
B Leine(n) und verabschiedete sich in einem sackflugähnlichen
Zustand. Das Freigeben der Bremsen folgte auf Kommando korrekt.
Der Schirm schoss nach vorne, der Pilot fiel noch ein paar Meter
durch und konnte in (Ruhe...) die Landevolte beginnen.
Also es gibt nun wirklich alles, was es nicht gibt, sowas hatte
ich aber doch noch nicht; die heute von mir betreute Schule hat
mich schon etwas gefordert...
Dienstag, 29. Juli 2008
Am Sonntagmorgen gabs einen
schönen Tandemflug vom Niederhorn. Weil wir keinen Wind hatten,
musste der Passagier rennen. Erst nach gut 20m Spurt hebten wir
sanft ab zu einem schönen Gleitflug nach Interlaken. Der Himmel
war leicht bedeck und das Vario hat nicht ein einziges Mal gepiepst.
Anschliessend flogen die Schüler runter. Um etwas kleinere
Gruppen zu haben ist Häppy mit den erfahreneren Schülern
nach Grindelwald und ich schulte zusammen mit einem Starthelfer
in Interlaken. Nach 15h nachmittags haben wir die Ausbildung dann
eingestellt, es roch nach Überentwicklung. Diese kam dann auch,
aber diesmal viel später, so gegen 16:30h begann es zu krachen.
Die derzeitige Wetterlage beschert uns halt sogenanntes Tagesgangswetter.
Morgens meist schön und Nachmittags Gewitter.
Gestern war ich in der Flugschule Diemtigtal am Übungshang,
heute mal frei und morgen nochmal im Diemtigtal Höhenflüge.
Dann kommt noch ein Einsatz für Solothurn und in der letzten
Woche fliege ich noch etwas für mich. Am 9.8. fliege ich ja
bereits wieder auf die Isla.
Samstag, 26. Juli 2008
Und wie es flog, gestern!
Zwar mussten wir auf der Marbachegg bis um 1500h warten bis endlich
die Ablösungen etwas konstanter waren. Unser Plan war ja mit
meinem Besuch aus La Palma (Petra und Rainer) von der Marbachegg
wieder mal auf die Schrattenflue zu fliegen. Nach dem Start an der
Egg hat es mich mit 6.5m/s hochgebeamt! Nach ein paar Umdrehungen
war ich schon auf 2300 mAMSL. Weil es praktisch Blauthermik war,
konnten wir die Alpenlandschaft mit den 4000ern im Berner Oberland
fast wolkenfrei geniessen! Petra und Rainer gelangen Flüge
an die Schrattenflue und zurück, dem Pascal und mir sogar noch
ein Abstecher an den Hogant mit zwei schwierigen Talquerungen. Am
Schluss war es ein FAI Dreieck mit 44.5 Punkten. Am Abend war berechtigterweise
von meinem Besuch zu hören, dass es sich um den bisher schönsten
Gleitschirmflug gehandelt habe. Der Ausblick war einfach fantastisch
und der Flug, zT mit Adler, so eindrücklich, dass ich gleich
vergass ein paar Fotos zu machen. Dafür könnt ihr das
Panorama noch in Google Earth bestaunen. Der Hogant ist übrigens
im Track unten der Berg auf der rechten Seite.
Heute ist Flugpause, es ist wechselhaft, regnet ab und zu und hat
bereits vereinzelte Gewitter.


Donnerstag, 24. Juli 2008
Letztendlich hat es nur für
einen Tandemflug gestern gereicht. Wir wollten von der Schynige
Platte fliegen, dort verursachte aber die unerwartet hoch reichende
Bise Abwind. Wir sind dann auf der anderen Talseite in Interlaken
am Luegibrüggli geflogen. Direkt vor dem Startplatz konnte
ich aufdrehen und den Startplatz um 500m überhöhen. Der
Gast genoss seinen ersten Flug welcher nach einer Stunde mit ein
paar Wingovers und einer kurzen Spirale (auf Wunsch des Passagiers)
mit einer sanften Landung im Lehn abgeschlossen wurde. Nach meiner
Verletzungspause seit April mein erster Tandem, bin also auch in
dieser Disziplin wieder fitt!
Für einen zweiten Flug reichte es nicht mehr, der Bergwind
frischte plötzlich auf.
Es ist wieder Besuch von La Palma da und wir werden heute gemeinsam
in Interlaken fliegen.
Dienstag, 22. Juli 2008
Gestern und heute habe ich
mal Flugfrei. Wir haben einen starken NW Wind und ich wollte mir
den nicht antun :-) . Wenn sich das Wetter wie prognostiziert entwickelt
werde ich morgen zwei bis drei Tandems machen, wahrscheinlich in
Marbach aber das sehen wir dann morgen.
Hier noch der Beweis, dass die Schweiz ganz Paragleiter-freundlich
ist oder hat jemand in einem anderen Land schon mal so ein Verkehrsschild
gesehen?
Sonntag, 19.7.2008
Als erstes, ab 18.7. sind
auch Flüge für den Winterflugplan über Airberlin
ab Zürich buchbar!
Obschon in der letzten Woche
nicht jeden Tag geflogen werden konnte, liegt eine intensive Flugwoche
hinter mir. Das ist auch gleich der Grund warum ich eine Woche verstreichen
liess, um mich mal wieder im Blog zu melden. Wir sind einige Male
frühmorgens auf den Berg, um bereits um 0830h von der Schynige
Platte nach Interlaken zu fliegen. Die Landung war jeweils auf der
berühmten Höhenmatte, direkt vor dem Hotel Jungfrau-Viktoria.
Dann flogen wir auch am Niederhorn, am Luegibrüggli und am
Amisbühl. Den besten Tag in bezug auf Anzahl Flüge für
die Schüler konnten wir gestern verzeichnen. Obschon die Wetterprognose
so schlecht war, dass wir annahmen nur bis Mittag schulen zu können,
kam es mal wieder anderrs. Ein Schüler konnte am Abend sogar
7 Flüge schreiben und er war noch nicht müde um am Fliegerfest
der Flugschule Ikarus teilzunehmen.
Nach 18h auf den Beinen verkroch ich mich um 23h vom Fest.
Hier noch ein schönes
Bild von einem Morgenflug von der Schynige. Im Hintergrund die Jungfrau,
mit 4158m AMSL ein stolzer 4000er, davor der Wohnort unseres Weltmeisters
Chrigel Maurer, Wilderswil. Der Startplatz ist nicht ersichtlich
(oben links etwas ausserhalb des Bildes). Unter mir Interlaken mit
der Höhenmatte. Rechts der Track auf Google Earth mit den beiden
Seen links Brienzer- und rechts Thunersee.
 
Samstag, 12. Juli 2008
Und es gab ihn, den Streckenflug.
Zwar war der Wind in der Tat am Donnerstag auf 2500m AMSL bei ca
20 km/h, trotzdem gelang uns ein schöner Flug an der Marbachegg,
dann zur Schrattenflue und wieder über das Tal zurück.
Ein FAI Dreieck mit rund 20 Punkten. Wir entschlossen uns in der
Luft nicht zum Hogant zu queren da wir bei dem starken Wind ins
Lee geflogen wären. Am Schluss des (je nach Pilot) 2 bis 3.5h
Fluges sind wir nur noch im Tal herumgelümmelt. Es ging eigentlich
überall hoch. Pit kam so in den Genuss unserer ersten Querung
zur Schrattenflue seitdem ich wieder in der Schweiz bin. Es war
einfach nie besonders gut.

Gestern war ich den ganzen
Tag in der Flugschule Ikarus in Interlaken. Nach einem ersten Morgenflug
kam bereits eine Regenfront. Zu unserem Erstaunen hat sich diese
aber wieder verzogen und wir konnten noch bis in den Nachmittag
hinein schulen. Die Kaltfront kam erst am Abend nach 18:00h so hatten
die Piloten mit dem Erstflug am Abend dieses Tages bereis 3 Flüge
und zwei Gebiete im Sack. Nicht schlecht, oder?
Donnerstag, 10. Juli 2008
Gestern habe ich Fliegerbesuch
aus La Palma erhalten, Pit ist eingetroffen und wir werden heute
Fliegen gehen. Hoffentlich mach der gar nicht so schwache SW Wind
uns keinen Strich durch die Rechnung. Die Segelflugprognose schreibt
schon auf 2000m von 25 km/h. In Marbach ist man vom SW etwas geschützt.
Aber da die Prognosen in letzter Zeit nie genau waren und sowohl
auf die Eine wie andere Seite abwichen werden wir einfach mal hinfahren
und dann entscheiden. Vielleicht gibts dann mit weniger Wind sogar
einen Streckenflug... Hoffnung ist der Anker der Welt :-)
Montag, 7. Juli 2008
Am Freitagnachmittag
drehte der Wind auf nördliche Richtungen aber er war nicht
sonderlich stark. Wir entschieden uns für Grenchenberg nord
und konnten bis in den Abend hinein schulen. Der Startplatzfluglehrer
flog dann als letzter an den Landeplatz und der Landeplatzfluglehrer
fuhr mit der Gruppe wieder hoch. Dieser Wechsel hat auch mir einen
schönen Flug beschert. Ich habe hier an der Nordkette des Juras
überhöht, im Hintergrund sieht man den Bielersee, im Vordergrund
die guten Fliegerschuhe gegen erneute Bänderrisse :-)

Auch am Samstag
waren wir den ganzen Tag am Fliegen. Die Prognose war für den
Nachmittag schlecht, aber die Wetterverschlechterung ist nicht eingetreten.
Wir flogen am Weissenstein bei guten Thermischen Bedingungen (hatte
5m/sec integriert). Sonntag und auch heute ist mal Pause, gestern
viel Regen und heute Wolken und viel Westwind.
Freitag, 4. Juli 2008
Die Zeit verfliegt. Nach dem
Juraflug bin ich nicht mehr in der Luft gewesen. So einiges sonst
war zu erledigen und die Prognose - speziell für Mittwoch -
war schlechter als sich dann der Tag entwickelte. Gestern hatten
wir einen Kaltfrontdurchgang mit Regen und heute hat sich das Wetter
wieder stabilisiert. Zwar gibt es noch Restwolken aber die sollten
sich bis Mittag auch auflösen. Wir werden also am Nachmittag
in Solothurn schulen. Ich hoffe, dass uns der mässige Westwind
welcher für die Berge angekündigt ist keinen Strich durch
die Rechnung macht. Wir werden sehen.
Ich war noch in der Stadt
Bern. Es wird immer noch aufgeräumt nach der EM. Die letzten
Gerüste der Fanzonen wurden verladen. Sonst hat sich die Stadt
beruhigt nach dem Oranje Ansturm wo bis 150'000 Fans in der Stadt
waren. Die verschlafene Stadt ist wie aus dem Dornröschenschlaf
wachgeküsst worden, hoffentlich nutzt sie dieses Moment und
legt sich nicht gleich wieder schlafen :-)
Dienstag, 1. Juli 2008
Nun, von Parkplätzen
wieder zu seriöserer Berichterstattung :-) Schon wieder ist
ein Monat vorbei und in 5 Wochen bin ich wieder auf der Isla. Heute
habe ich endlich einen 21km Streckenflug vom Weissenstein gemacht.
Endlich, weil ich es in meiner nun schon fast 20 jährigen Fliegerkarriere
einfach nie am Jura zum Streckenfliegen geschafft habe. Leider mussten
wir den Flug infolge Wetterverschlechterung nach 1.5h abbrechen.
Vom Weissenstein (NNW von Solothurn) bin ich bis nach Kestenholz
geflogen. Zuerst wollten wir Richtung Bielersee starten, aber dort
war das Wetter bereits zu schlecht. Also entschieden wir in Richtung
Ost zu Fliegen. Interessant war der Flug weil es nicht immer einfach
war, Bergpassagen sowie Flachlandfliegerei vereinte und es zusätzlich
durch Luftraumbeschränkungen (nur bis 1700m AMSL erlaubt) einige
Herausforderungen gab. Wenns geht, ist der Jura für Strecken
wirklich zu empfehlen. Von Basel ist man in 45 Minuten in Solothurn.
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08 März08
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Mai 08 Juni08
Juli 2008
Januar
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Dezember 07
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