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Montag,
29.9.08
Gestern
waren wir auf der grossen Vulkanroute. Beste Bedingungen, nur auf
den exponiertesten Gipfeln Wind und auf der letzten Strecke nach
Los Canarios bedeckten Himmel. Heute haben wir mal wieder Passatlage.
Der Morgen versprach gute Flüge. Wir sind auch vom Campi geflogen
aber schnell hat es zugemacht und die Basis kam runter auf ca 700m.
Derzeit ist der Himmel bedeckt und es hat auf dem Meer draussen
sogar geregnet. Morgen scheint es Norwind zu geben um dann im Verlauf
der weiteren Woche auf echten Passat zu drehen. Auch die Temps zeigen,
dass sich das Wetter nun zunehmen in Richtung Winterflugwetter verschiebt.
Hoffen wir, dass es anhält.
Samstag,
28. September 2008
Der
Los Tilos Ausflug war schön und wir konnten im sanften Nieselregen
wandern. Interessant, da es sich in dem Fall nicht um Staubewölkung
handelte. Der Regen entstand durch eine Rotorwolke im Lee. Auf La
Palma ist alles möglich...
Gestern war es extrem ruhig. Obschon der Temp Labilität und
demzufolge auch viele Wolken voraussagte, blieb es den ganzen Tag
sehr ruhig, kaum Wind und kaum Thermik. Auf la Palma ist alles möglich
zum zweiten. Und gerade weil das so ist, sind gute meteorlogische
Kenntnisse zum Fliegen auf der Insel unabdingbar. Leider sind diese
immer noch rar und auch kürzlich passierte es wieder, dass
ich im Gespräch mit einem Freiflieger herausfand, dass er sich
gar nicht bewusst war im Lee zu fliegen. An dem Tag hatten wir in
der Tat einen Passat von ca 30 km/h mit entsprechenden Böen
im Bereich von El Paso. Aber der Pauschaltourismus bringt die Leute
nach Puerto Naos, quartiert sie im Sol mit Vollpension ein. Wenn
sie dann aus dem Hotel kommen und der Wind vom Meer bläst wird
es schon gut sein. Da unterbleibt dann auch der Blick auf die Wetterkarten
welche beim Palmaclub ausgehängt sind. Und fragen traut sich
gerade der unerfahrene Pilot vielfach nicht, man könnte ja
bemerken, dass er noch nicht soviel Erfahrung hat. Die kleine Welt
ist in Ordnung. Zum Glück meinte es das Lee auf La Palma meistens
gut mit den Piloten un lässt sie absaufen bevor der Passat
richtig durchschlägt. Aber mir reicht das halt nicht. Es sollte
jeder Pilot alles unternehmen um sein Hobby so sicher wie möglich
zu gestalten. Aus- und Weiterbildung ist ein wesentlicher Bestandteil
davon.
Donnerstag,
25. September 2008
Für
letzte Nacht war einmal Regen angesagt aber der ist an uns vorbei
gezogen. Heute Morgen regnete es in Gran Canaria und auf Lanzarote
und Fuerteventura. Auch der für nächste Woche angesagte
Regen scheint auszubleiben. Die Front wird sich offensichtlich auf
dem Meer abregnen und nichts mehr oder vielleicht nicht viel vom
kostbaren Nass auf die Insel bringen.
Am Mittwochabend konnten wir ganz gut Fliegen. Gestern war es dann
zu instabil. Es kamen immer wieder Wolken rein und verdeckten die
Sicht. Zusätzlich ist mit jedem Wolkenband der Wind aufgefrischt.
Also nichts für sicheres Fliegen.
Heute siehts wieder besser aus. Wir werden aber mal nach los Tilos
fahren.
Dienstag,
23. September 2008
Schon
lange nicht mehr geschrieben, aber ich habe Besuch auf der Isla
und da ist immer was los. Nach wie vor hat sich das Azorenhoch nicht
eingestellt und es scheint auch in den nächsten 7 Tagen nicht
so zu sein. Im Gegenteil, auf dem Atlantik wird sich ein grosses
Tief bilden welches das Wetter in den nächsten Tagen beeinflussen
wird. Der Wind, die letzten Tage nördlich, wird heute auf SW
drehen und dann voraussichtlich eine ganze Woche aus südlichen
Richtungen kommen, das immer recht schwach. Die lokale Windsituation
ist so kaum vorauszusagen und wird auch schnell wechseln. Eine Herausvorderung
für uns hier. Gestern zum Beispiel musste ein Tandemkunde warten
wegen Nordwind. Als der dann nachliess sind wir zum Campi hoch und
konnten auch fliegen. An der Kante angekommen war der Nord schon
wieder am Zunehmen und ich musste nicht nur grossen Abstand zum
Gelände einnehmen sondern dann auch landen gehen. Das positive
für die Insel an der derzeitigen Lage es wird voraussichtlich
am 30. September Regen geben. Hoffen wir es. Es ist immer noch sehr
trocken.
Freitag,
19. September 2008
Der
Regentanz hat gewirkt. Wir mussten zwar bis um 22h warten aber dann
ging es langsam los. Immer wieder gab es Niederschläge bis
nach Mitternacht. Total kamen gegen 9l pro m2 zusammen. Das ist
ja schon mal ein erster Anfang. Heute habe ich das Gefühl,
dass es schon etwas grüner ist auf der Insel. Die Joba Wolfsmilchsträucher
reagieren sehr schnell auf Regen. Aber es braucht schon noch mehr
um aus der "Isla Marrón" wieder eine "Isla
Verde" zu machen. 5 Monate Trockenheit hinterlassen überall
Spuren. Die weiteren Prognosen sind noch unsicher, aber für
Dienstag besteht nochmal eine hohe Regenwahrscheinlichkeit. Windmässig
ist nicht viel los, wir sind derzeit in einer Westlage. Da kann
man im Luv fliegen.
Donnerstag,
18. Septzember 2008
Am
Mittwoch war es am frühen Nachmittag sehr gut zum Fliegen.
Abends dann hat es durch die Abschattung nur noch schwache Thermik
gehabt. Ich konnte einen Passagier vom Campi fliegen. Wir waren
fast 40 Minuten unterwegs und der Passagier (um die 70) hat das
Kreisen in der Thermik genossen, ja bei jeder Turbulenz sogar Freude
gehabt. Das ist nicht bei jedem so.
Heute bereitete ich alles auf den angesagten Regen vor. Morgens
noch Paneele für das Dach streichen und gleich montieren damit
nichts mehr draussen ist. Nun ist 17:30h der Regen ist noch nicht
da, aber es hat sich deutlich zugezogen. Ich sitze vor dem Haus
und kann über dem Arianetal das Wetterschauspiel beobachten.
Der Wind ist schwach und hinter dem Time ist es schwarz. Wir alle
hoffen darauf, dass das Tief in Nordwesten von uns doch noch etwas
Nass auf die Insel bringt. Ganz sicher ist es nicht. Darum mache
ich jetzt mal einen Regentanz. Hasta luego.
Dienstag,
16. September 2008
Heute
war ich mal nicht in Puerto Naos. Obschon das Wetter ganz gut aussah,
es bildete sich eine schöne Thermikwolke. Aber mein Defender
musste zum Doktor. Er stotterte beim Anlassen. Nun ist das auch
erledigt und er macht wieder die alte Musik.
Den Tag konnte ich natürlich für anderes nutzen. Es scheint,
dass sich der Sommer verabschiedet und sich in den nächsten
Tagen NW von uns ein Tief entwickelt. Diese Tiefs haben es manchmal
in sich. Die Prognosen zeigen dann vielfach kein oder fast keinen
Regen aber es kann schütten was runter kommt. Deshalb habe
ich noch alle Dichtungen am Haus kontrolliert und musste prompt
Nachbessern. Dichtungen welche sich am Wintergarten einfach rausziehen
lassen sind definitiv nicht für Palmerische Regengüsse
geeignet.
Gestern sind wir auch nicht geflogen. Ich habe meine Lektion Groundhandling
gemacht. Ein schöner nicht zu starker Nordwind lud dazu ein.
Abends als der Wind dann etwas nachliess habe ich zusammen mit Pit
und Javi noch die Kabel an der Windfahne auf dem Hotel Martin ersetzt.
Die alten waren nach einem guten Jahr total korrodiert. Wir haben
nun für alles Material rostfreien Stahl genommen, sauteuer
aber in dem Klima notwendig. Nun kann ich auch wieder besser schlafen.
Nicht vorzustellen wenn ein Kabel reisst und die Fahne umfällt.
Obschon wir alles so gesichert hatten, dass nichts auf die Strasse
fallen kann, wir hätten sicher grossen Zoff mit der Besitzerin
bekommen.
Montag,
15. September 2008
Wind
aus allen Richtungen gab es gestern. Eine Gruppe aus Österreich
welche derzeit Urlaub auf la Palma macht, ist gestern früh
am Gallo gestartet. Weil am Meer unten ein garstiger Nordwind wehte
mussten sie dann mit dem Speeder am Anschlag landen. Es zeigt sich
einmal mehr, dass eine Verbingung zum Strand zum Erfragen der Situation
sehr wichtig ist. Gerade beim Gallo wo man eine Stunde hinfährt
kann sich die Situation am Meer schon wieder entscheidend geändertt
haben. Wir flogen dann am Nachmittag in einem West-Fenster noch
Tandem aber es war recht turbulent und ich musst mit viel Hangabstand
fliegen. Die Passagierin genoss den Flug, der P-Bi5 steckte einiges
weg. Heute hat es fast keinen Hauptwind mehr aber leider immer noch
wenig Feuchtigkeit. Es entwickelt sich zwar ein leichter Thermikdeckel
aber er ist recht schwach. Der Wind war am Mittag Süd und hat
nun auf West gedreht. Es ist fliegbar.
Letzte Nacht hat uns übrigens der angekündigte Sonnenwind
erreicht. Es gibt schöne Bilder
von Polarlichtern.
Sonntag,
14. September 2008
Und
es war bis anhin der beste Tag gestern. Ich flog bis zum Hotel Princess,
habe mich dann aber nicht mehr weiter gewagt, weil immer noch viel
Passat drin war und das Wolkenband beim Startplatz las Indias abriss.
Zurück bin ich in den Bergen geflogen, die Basis war auf ca
1300m, wieder Sta. Cecilia, dann Campanarios und über den Jedey
nach Puerto Naos. Die 700m welche ich noch mitnahm reichten noch
für schöne Wingovers und zwei Spiralen. Heute soll es
noch besser werden :-) der Wind ist schwächer geworden aber
es hat auch etwas weniger Feuchtigkeit. Vamos aver.
Samstg,
13. September 2008
Gestern
hat es doch wirklich etwas geregnet. Ein Feuchtepaket ist direkt
über La Palma gerauscht und hat auf der Ostseite viel und auf
der Westseite wenig Regen gebracht. An Fliegen war nicht zu denken,
viel Passat und Instabilität haben den Passat weit nach unten
fliessen lassen.
Heute sieht es besser aus, es ist noch immer etwas zuviel Restfeuchte
in der Luft, wenn das aber abgetrocknet ist kann es einen guten
Flugtag geben. Die Inversion ist stark, 6-8°C, recht hoch und
in den oberen Schichten ist die Luft trocken. Der Passat ist noch
etwas stark mit über 20 Kt der wird aber im Verlauf des Nachmittages
schwächer.
Freitag,
12. September 2008
Entwarnung
an der AirBerlin Gepäckfront. Offensichtlich hat meine Intervention
was gebracht und die Regelung, dass der Schirm ans Gepäck angerechnet
wird ist wieder gestrichen worden. Nun kehrt AirBerlin zur ursprünglich
im Juni/Juli publizierten Tabelle zurück. Ein Schirm muss nun
ab 1. November angemeldet werden und kostet € 25.-- (danke
Anne für die Information). Details bei Sondergepäck
Airberlin.
Heute
gibts mal News von der Sonne. Wir haben hier auf La Palma das vielleicht
weltweit wichtigste Sonnenteleskop beheimatet.
Ihr wisst sicherlich, dass wir uns derzeit in einem sogenannten
Solaren-Miniumum befinden. Der Zeitraum im Sonnenzyklus von 11 Jahren
in welchem sehr wenig Sonnenflecken auftreten. Im solaren Minumum
ist das Auftreten von koronalen Löchern häufiger. Diese
koronalen Löcher beschränken sich dann aber meist auf
die Polregionen. Bei den koronalen Löchern handelt es sich
um Regionen in der Sonnenoberfläche welche zum Einen eine um
ca Faktor 100 geringere Dichte aufweisen, zum Anderen sind die Magnetlinien
nicht geschlossen und Plasma kann in den interplanetaren Raum austreten.
Dieser Sonnenwind besteht hauptsächlich aus Protonen, Elektronen
und Heliumkernen. Das Magnetfeld der Erde hält diesen Teilchenschauer
praktisch ganz vom Eindringen ab. Dort wo er in die oberen Schichten
der Atmosphäre eindringt, entstehen Polarlichter. Starker Sonnenwind
kann aber auch einen Einfluss auf die Ausbreitung von elektromagnetischen
Wellen haben und Kurzwellenfunk sowie die Kommunikation mit Satelliten
stören. Morgen Samstag wird ein stärkerer Sonnenwind erwartet
und dieser wird in den nördlichen Regionen vielleicht zu schönen
Polarlichtern führen.
Donnerstag,
11. September 2008
Gestern
war zu starker Nordwind und heute wechselt es alle 30 Minuten. Wir
haben nun eine Passatlage aber leider eine sehr starke Instabilität
mit fehlender Inversion. Dies führt zum Einen dazu, dass sich
sehr rasch Wolken bilden welche dann von der Ost- auf die Westseite
rüber geschoben werden, zum Anderen aber auch dazu, dass der
Passat ungehindert einer Inversion bis relativ weit unten durchrauschen
kann. Folge, eine unsichere Windentwicklung, Windwechsel mal Schaumkronen
dann wieder nicht. Vielleicht wird es gegen Abend besser wenn die
tief stehende Sonne unter der Wolkendecke hindurch scheinen kann
und dann die Thermik noch einmal anregt.
Diese Woche hört man immer wieder mal Helikopter. Ich habe
schon Angst gehabt, dass sich ein Waldbrand ereignet hat, Gerüchteweise
soll es auch in der Caldera gebrannt haben. Nun aber hat sich das
Ganze als Übung herausgestellt. Die Piloten haben zum Glück
nichts zu tun und müssen trotzdem auf ihre Flugstunden kommen.
Gut so.
Mittwoch,
10. September 2008
Der
Klippenstartplatz ist nun auch gereingt. Drei grosse Säcke
an Abfall habe ich weggetragen. Der eine grüne Teppich zerfällt
immer noch weiter. Da werde ich mir noch eine Lösung einfallen
lassen müssen.
Gestern ging der Tag mit Nordwind zu Ende was für einmal den
Prognosen entsprach. Heute dreht der Wind langsam weiter in Richtung
Osten. Morgen gibt es dann Passat. Hinter dem Kaltfrontausläufer
ist etwas kühlere Luft eingeflossen. Diese sorgt un in den
nächsten Tagen für eine sehr instabile Schichtung der
Athmosphäre. Keine Inversion bis über 2000m AMSL und Instabile
Schichtung. Gute Zutaten für Thermikflüge, nun muss nur
noch die Windrichtung stimmen. Auf das Wochenende hin erwarten wir
höhere Wellen im Meer. Auch das ein Zeichen, dass der Sommer
langsam vorüber geht und sich das Herbst- und Winterwetter
einstellt.
Dienstag,
9. September 2008
Gestern
morgen hat es doch noch genieselt. Aber sowenig, dass ich den Niederschlag
gar nicht messen konnte. Man sah einfach danach, dass es unter den
Autos trocken war. Die weiteren angekündigten Niederschläge
werden auch kaum kommen. Die Frontenausläufer kommen einfach
noch nicht soweit in den Süden.
Gestern hatten wir in Puerto Naos praktisch den ganzen Tag Nordwind.
Ich benutzte die Gelegenheit um die Klippe mit neuen Windfahnen
auszurüsten. Über Stock und Stein, oder besser gesagt
durch Gestrüpp und Lavafelder ging die Wanderung. Nun sind
Windspione wieder bis ans Eck in Charco Verde gesetzt und diese
werden hoffentlich die Wintersaison durchhalten.
Den Startplatz habe ich auch von verschiedenem Müll befreit,
aber es gibt auch hier noch viel zu tun. Arbeiter welche eine Bodega
bauen, haben in der Pause alles liegen lassen. Zusätzlich "vergass"
so mancher Pilot seine Wasserflasche und zu guter letzt verabschiedet
sich ein Teil des Teppichs indem er in kleine Stücke verfällt.
Es sah wirklich langsam aus wie auf einer Abfallhalde. Also Leute,
es wird hübsch, bucht den Urlaub :-)
Sonntag,
7. September 14:30h
In
Puerto Naos hat es seit kurzem "Nachtbuben" welche in
der Nacht, offensichtlich nach getanenem Besäufnis, nichts
anderes wissen, als in der Playa Morena Scheiben einzuschlagen.
In der Nacht auf den Sonntag passierte das bereits zum 2. Mal. Diesmal
haben sie den Shop vom Palmaclub dran genommen und nicht nur zwei
Scheiben in der Türe eingeschlagen, sondern auch das ausgehängte
T-Shirt sogar inklusive Kleiderbügel geklaut. Die Jungs werde
es sicher nicht selber tragen, es ist rosa und sehr klein... Rosy,
die Chefin der Playa Morena, wird das heute mal der Guardia Civil
schildern. Ich hoffe, dass es sich um Einzelfälle handelt und
wir die Buben in Schach bekommen, wäre schade, wenn sowas auch
auf La Palma anfangen würde.
Sonntag,
7. September 2008
Also
kurz und bündig, kein Regen. Das Wolkenband hat die Insel zwar
überquert, aber in einer Höhe von ca 5000m AMSL. Da ist
halt nichts von Stau. In den unteren Schichten war es gestern recht
trocken (LF 40%) und da wird der Eine oder Andere Regentropfen auf
seinem fast 5km dauernden Weg einfach verdunstet sein.
Ihr erinnert Euch, der von mir am 30.8. beschriebene Höhentrog
hat sich zum Hurrican Ike entwickelt. Er bewegt sich derzeit mit
einer Geschwindigkeit von 13 Kt in Richtung 255° und hat bereits
Windstärken von 115 Kt. Das ist Sturmstärke 4, die zweithöchste
Stufe. Ike scheint die Dominikanische Republick nördlich zu
umgehen um aber dann morgen über Kuba zu fegen. Der weitere
Verlauf ist noch nicht klar, aber im Golf von Mexiko ist noch viel
warmes Wasser, weitere Energie für den Sturm der wahrscheinlich
dann irgendwo auf die Südküste der USA treffen wird. New
Orleans wird sich kaum ein zweites Mal evakuieren lassen. Ich denke,
das gibt noch Schlagzeilen.
Fliegerisch
war gestern nichts los. Wir sind derzeit im Luv, auf dem Muchacho
haben wir 30-40km/h Westwind. Die hohen Wolken und eine relativ
stabile Schichtung verhindern Thermik fast gänzlich. Mit einer
Kundin welche heute bereits nach Hause reist bin ich vom Campanarios
geflogen. Ein Gleitflug, aber trotzdem sehr schön und eindrücklich.
Apropos
Tandemfliegen. Meistens sind es die männlichen Gäste welche
im Endanflug von der grossen Geschwindigkeit Angst bekommen und
dann die Beine ausstrecken, anstelle ein paar Schritte zu laufen.
Letzte Woche war es mal wieder der Fall. Bei Nullwind muss ich voll
beschleunigen um dann kurz über dem Boden mit der Bremse die
Geschwindigkeit aus dem Schirm zu nehmen. Der Passagier streckte
die Beine plötzich rechtwinklig nach vorne und ich bin noch
etwas im Sand "geslidet" und hab ihn dann sanft absetzten
können. Es entstand eine Staubwolke als ob ein Vulkan ausgebrochen
wäre. Nicht werbemässig, aber lustig anzusehen war es
sicher. Leider gibt es kein Filmdokument.
Freitag,
5. September 2008
Gestern
war es ab 15h bewölkt. Eine schöne fetter Thermikwolke
hat die Westseite bis zum Abend eingehüllt und für gute
Bedingunen gesorgt. Wir flogen Tandem und einige lokale Piloten
sind bis weit über El Remo hinaus geflogen. Der Campanarios
war leider zu, die Wolkendecke lag zeitweilig unter dem Jedey.
Heute ist ein weiterer Tag mit wenig Hauptwind und lokalen Winden.
Die Athmosphäre ist recht stabil geschichtet und es bilden
sich nur einzelte Thermikwolken. Morgen kann aus NW mehr Feuchtigkeit
und vielleicht sogar Regen nach LP geführt werden. Die Unterlagen
sind nach wie vor Unklar und die Regenzone relativ klein. Diese
kann die Insel treffen und durch Stau zu viel Regen führen
oder aber nur einige Kilometer an uns vorbei ziehen und gar nichts
bewirken. Ich richte mich mal auf Regen ein. Klar, dass ich dann
über den Verlauf informieren werde.
Donnerstag, 4. September 2008
Nun, ich kanns nicht lassen.
In bezug auf die Wischi waschi-Antwort von AirBerlin musste ich
mich noch einmal melden. Ich habe folgendes geschrieben und hoffe,
dass die nette Geschichte vom Uebergepäck noch etwas weiter
geschrieben wird :-)
Liebe Frau Packbusch
Ich hoffe sehr, dass ich dann auch von der entsprechenden Fachabteilung
einen Bescheid erhalte und mein Wunsch und Vorschlag in Ihrer "Entwicklung"
berücksichtigt wird. Sonst wäre die Antwort der Kundenservice ja
nur nett gemeint was nichts bewegen würde.
In freudiger Erwartung konkreter Nachrichten
und mit freundlichen Grüssen
Roger P. Frey Paragliding Instructor FOCA
Endlich bin ich gestern nach
El Remo und noch etwas weiter geflogen. Die Bedingungen waren etwas
hart aber sonst gut. Das bessere Flugwetter setzt sich langsam durch,
es scheint, dass der Fliegerherbst langsam beginnt. Auch zeigt die
Prognose für den 9.9. etwas Regen. Der wäre willkommen.
Mittwoch, 3. September 2008
Heute gibt es etwas Wetterkunde.
Sturmkunde sozusagen.
Es tut sich was an der Front der Tropenstürme. Der Gustav ist
schon fast Geschichte, Hanna wütet in Havanna (nur ein Wortspiel,
denn Hanna wird vor Florida durchziehen) und der vor ein paar Tagen
angekündigte Trog welchem ich Sturmpotential zuschrieb, hat
sich schon zum Sturm Ike entwickelt. Ike nimmt derzeit Kurs auf
Kuba. Zusätzlich ist etwas passiert, was selten ist. Ein neuer
Sturm ist schon bei den Kapverden entstanden. Sturm Josephine hat
bereits 45 Knoten Windgeschwindigkeit und hat noch Entwicklungspotential.
Meistens entstehen die Stürme etwa 2000 km weiter auf dem Meer
draussen. Ich hoffe nicht, dass Josephine - wie einst die Baker
- in New Orleans einfällt. Es besteht ein grosses Potential
an weiteren Stürmen. Wenn man die Meerestemperaturkarte
mit den Abweichungen zum Mittelwert ansieht ist klar, dass das Meer
bei den Kapverden und im Gürtel bis zur Karibik bis 4°C
zu warm ist. Das ist Energie für Stürme. Bei genaueren
Betrachten der Wetterkarten stehen weitere Kandidaten an. Die Hurrican
Saison ist voll am laufen und ihr könnt auf der Bodenwetterkarte
den weiteren Verlauf mitverfolgen.
Derweil warten wir auf La Palma auf die ersten Regentropfen. Das
Wetter ändert sich in der nächsten Woche, der Passat ist
fast eingeschlafen und auf 300m AMSL wird es in den nächsten
Tagen sehr starken Westlichen Wind geben. Gegen Ende der Woche dreht
dann der Wind auf Inselhöhe auf NW und es kommt mehr Feuchtigkeit
an. Vielleicht reicht es für ein Tröpfchen Wasser, aber
das ist noch sehr ungewiss.
Fliegerisch ist derzeit immer noch Sommerwetter. Wir fliegen ab
und zu, manchmal auch Tandem, dies immer Abends und man muss den
richtigen Moment erwischen. Immer zwischen Wechsel von Nord auf
Süd :-)
Montag, 1. September 2008
Fliegerisch auf LP nichts
neues. Gestern konnten wir am Abend Tandem Fliegen. Tagsüber
ist es meist zu windig. Heute ist es bewölkt und fast windstill.
Also nichts besonderes. Zeit um am Haus weiter zu arbeiten.
Airberlin hat sich gemeldet.
Vielleicht entdeckt ja jemand welcher der deutschen Sprache mächtiger
wie ich, eine klare Antwort. Ich auf jeden Fall kann da nichts erkennen
welches die kürzlich erfolgte Aenderung der Transportbestimmungen
für Gleitschirme wieder kundenfreundlicher gestaltet. Im Gegenteil,
schönes Kundendienst BlaBla bin ich versucht zu sagen.
Sehr geehrter Herr Frey,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 29.08.2008. Es tut uns leid, dass
die Änderung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht Ihren
Erwartungen entsprochen haben. Wir schätzen Sie als treuen Gast
an Bord unserer Flüge und möchten Ihnen ein attraktives Produkt
anbieten. Wir versichern Ihnen,dass Ihre Kritik wertvoll ist und
sehr ernst genommen wird. Ihr Schreiben haben wir bereits unserer
entsprechenden Fachabteilung zur Beachtung gegeben, denn die Wünsche
unserer Gäste möchten wir weiterhin in unserer Entwicklung berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen
Regine Packebusch
Kundenservice

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