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1.
Lage
La
Palma liegt frei im atlantischen Ozean. Die recht hohen
Berge führen zu einem Mikroklima im Wettersystem. Allgemeine
Wetterregeln des Festlandes gelten hier nicht immer. So
kann es vorkommen, dass bei einer im Alpenraum als Föhn
bezeichnete Lage hier noch geflogen werden kann, im Gegensatz
aber bei als allgemein flugtauglich erachtetem Wetter plötzlich
und unerwartet Gefahren auftreten. La Palma liegt nahe am
Äquator. Dies führt zu einer sehr starken Sonneneinstrahlung
welche ca. 1.6 x den Werten von Zentraleuropa entspricht.
Die Thermik für Alpenflieger hier wegen Wolkenbildung
trotzdem vielfach moderat, kann sich über die Mittagszeit
gleichwohl entsprechend stark entwickeln.
2.
Windsysteme
Jede
Insel bildet einen Widerstand gegenüber der Hauptwindrichtung.
Auf La Palma führt dies zu sehr lokalen Windsystemen
welche, zusätzlich mit der Thermik vermischt, recht
komplex werden können. Aufgrund der sich manchmal sehr
rasch verändernden Wetterbedingungen eignet sich La
Palma nicht für unerfahrene Piloten. Es kann durchaus
sein, dass in Puerto Naos geflogen wird und im Süden
(nur einige Km weiter) der Wind mit 60 km/h bläst.
Diese lokalen Systeme müssen vom Streckenflieger unbedingt
beachtet werden!!! Auf La Palma ist Nordost-Passatwind normal.
In Puerto Naos liegt man bei dieser Windlage im Lee. Meistens
bildet sich dann ein sehr grosser Lee-Rotor in welchem Fliegen
möglich ist. Wenn der Passat zu stark wird ist wandern
angesagt. Bei Unsicherheiten ist es immer besser auf einen
Flug zu verzichtet. Das Meer ist in jedem Fall sehr hilfreich
um die aktuelle Windlage besser einzuschätzen. Während
eines Fluges muss es unbedingt permanent beobachtet werden,
um auf sich abzuzeichnende Veränderungen frühzeitig
reagieren zu können. Das Beherrschen von Abstiegstechniken
wie Steilspirale ist unverzichtbar.
3.
Wichtige Hinweise
- Sprich
unbedingt mit den lokalen Piloten um die Gefahren einschätzen
zu können. Piloten treffen sich in Puerto Naos an der
Strandpromenade, derzeit im Cafè "Playa Morena
* ", Wo du auch die aktuellen Wetterinformationen findest.
- Schaumkronen
auf dem Meer deuten immer auf starke Winde hin. Nicht starten
oder einen Flug bei sich anzeichnender Veränderung
unverzüglich abbrechen.
- Achte
immer während des Fluges auf die Meeresoberfläche.
Diese gibt wichtige Hinweise auf sich verändernde Windstärken
und Windrichtungen.
- Fliege
nicht bei Nordwind an der Klippe in Puerto Naos. Bereits
leichter Nordwind führt zu starken Turbulenzen mit
entsprechenden Gefahren.
- Taste
dich langsam vor. Abstand zum Hang bedeutet Sicherheitsreserve.
- Nimm
dir die Zeit in den Bergen den Hauptwind zu beurteilen um
Leerotoren abzuschätzen. Ein Fernglas hilft beim Beobachten
des Meeres besonders auf höher gelegenen Startplätzen.

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