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Aktuelle News aus La Palma

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Für Flieger-Freunde von La Palma habe ich auf Facebook eine Gruppe gegründet. Facebook Mitglieder können sich dort eintragen, Fotos teilen und Anliegen diskutieren.

Die dritte Auflage von Streckenfliegen ist nun verfügbar. Noch schönere Grafiken, einige Korrekturen und Ergänzungen und ICAO Karte Deutschland 2010. Umfang 196 Seiten.


Dienstag, 9. März 2010

Ein Tag im Luv

Gestern 10:30h, Meteobriefing in der Playa Morena. Pünktlich war ich vorort, aber das Metbriefing habe ich gleich ausfallen lassen. Beim Runterfahren nach P. Naos sah ich, dass der Wind schon gut aus westlichen Richtungen wehte. So entschieden wir, gleich nach zum Klippenstartplatz zu fahren und das Briefing während der Fahrt im Auto abzuhalten. Oben angekommen starteten die ersten Piloten in einen schönen Westwind, dieser drehte aber langsam nach Nord und der letzte Pilot hatte schon Mühe zu starten. Nach diesen Flügen entschieden wir zum unteren Startplatz am Time zu fahren. 13h, die Basis ist nun auf 50müM gesunken. Ich fragte Mike:"Wann hast du eine solche tiefe Basis in deinen über 20 Jahren auf La Palma schon gesehen?". Die Antwort:"Noch nie!" beruhigte mich. Es begann in Puerto de Tazacorte zu regnen und wir entschieden Essen zu gehen. Im Kiosco Teneguia bekamen wir guten Fisch und mehr. 14h die Basis steigt stetig, Regen weg, wir fahren zum Time hoch. 16h, zwei Piloten am Fliegen, der Wind nimmt nun stetig zu, auf über 25 km/h die anderen können nicht mehr starten und wir entscheiden die nun gelandeten Piloten abzuholen. Dann an den Campi zu fahren. Dieser ist nun auch offen. Wind in Puerto de Tazacorte nun 25m/h, Schaumkronen. Wir fahren zum Campi. Wind in Naos Nord, schwach, 5km/h. 18:30h, Entscheid der Gruppe nach Charco Verde zu fliegen infolge Nord. Start am Campi, Flug nach Charco mit einer Ausnahme nach Naos; es landen alle kurz vor Sonnenuntergang gut in Charco Verde.
Fliegen im Luv, Fensterfliegen und infolge der Windwechsel für jeden Guide etwas stressig...

Freitag, 5. März 2010

Immer wieder im Luv

Einen super Flugtag gab es am Mittwoch. Wir flogen stundenlang in schwacher Thermik bis nach Fuencaliente und zurück. Dies mit ganz leichtem SW Wind. Immer noch sind wir in einer Luvlage. Das Azorenhoch mit dem Passat hat uns fast den ganzen Winter im Stich gelassen Trotzdem fliegen wir fast täglich, halt im Luv und das ist auf La Palma was besonderes. Die Thermik ist härter und wir sind sehr abhängig von der Windrichtung. Alles was über West in Nordrichtung tendiert beschleunigt und ist schlecht. So hatten wir gestern einen überregionalen sehr starken SW Wind konnten aber zwei sehr schöne Flüge machen obschon der Flughafen wieder zeitweise geschlossen war. In der Nacht überquerte uns eine schwache Kaltfront, es regnete aber nun ist es wieder sonnig und schön. Heute drehte der Wind auf NW und wir haben in P. Naos nun ca 15km/h Nord. Das ist gut für Groundhandling aber nicht wirklich was Gutes zum Fliegen. Trotz leichtem Fallwind ist der Flughafen bis jetzt 12:30h in Betrieb und es wurde nur ein einziger Flug annulliert. Wir hoffen, dass dies auch bis am Abend so bleibt.

Sonntag, 28. Februar 2010

Fliegen

Derweil in den Alpen heute Nacht das uns bereits bekannte Tief durchrauschte scheint es heute Fliegbar zu werden. Der Wind hat deutlich abgenommen. Also los. Häppy (Ikarus Flugschule Interlaken) hat vor kurzem einen wunderschönen Film gemacht bei einem Flug bei uns. Bemerkenswert auch die grüne Tamanca im Hintergrund.

Samstag, 27. Februar 2010

Glück und Pech

Glück und Pech liegen nahe beieinander. Diejenigen Passagiere welche gestern noch vor 15h ankamen haben noch nichts vom sich anbahnenden Sturm bemerkt. Die Zürich Maschine zum Beispiel kam zwar mit einer Stunde verspätung an, flog aber auch wieder problemlos weg. Nachher war der Flughafen mal wieder bis heute um 1230h geschlossen. Die Nacht war sehr stürmisch auf der gesamten Insel speziell natürlich im NO und Osten wo heftigste Fallböhen einige Plantagen verwüsteten. Auf dem Roque wurden Windspitzen von 190m/h gemessen. Schäden halten sich aber in Grenzen und auch die Alarmorganisation funktioniert auf der Insel gut. Eigentlich müsste man meinen die Bewohner wären langsam Müde ob all den Alarmen, aber man hat hier genau begriffen, dass das Befahren von einzelnen Strecken gefährlich sein kann und so versucht man solche Ereignisse zu Hause zu verbringen.
Nun ist es bereits viel ruhiger geworden. Zwar konnten wir heute noch nicht fliegen da der Wind viel zu stark von Nord kam und auch das Meer noch sehr heftig war. Das klingt nun aber langsam ab. Das Tief hat sich nach Spanien verzogen und sich noch verstärkt. Die Spanischen Meteorologen sprechen von einer "meteorologischen Bombe". Hoffentlich trifft das nicht ein. Einmal mehr aber, das Wetter spinnt. Am Donnerstag flog ich noch bis in den Abend hinein Tandem, am nächsten Tag dann zur gleichen Zeit schon Windstärken von 50+.

Die schöne Cumulus Lenticularis gestern Mittag am Flughafen von La Palma deutete schon an, dass etwas im Anmarsch ist:

Donnerstag, 25. Februar 2010

Adventure Tour und Split

Gestern hatten wir einen leichten SW und wir wollten diesen nutzen und mit den erfahrenen Piloten von der La Trocha fliegen. Eine Feuerschneise im Süden weit über Fuencaliente. Dorthin zu gelangen gestaltete sich aber bedingt durch die nach wie vor bestehenden Unwetterschäden sehr heikel. Ohne Defender wäre diese Adventure Tour nicht gelungen war doch die Strasse teilweise einem Bach gewichen. Nun, wir hatten Spass und kamen auch an der Trocha an. Aber der erwartete und prognostizierte Wind war nicht da stattdessen blies er aus Nord und das noch stark. Also weiter Richtung Norden fahren. Am Schluss landeten wir dann am Campanarios. Darauf folgten schöne Flüge, am Abend dann als sich der Süd einstellte sogar noch von der Klippe.
Der verlorene Gleitschirm wurde nun in Split gefunden aber er schafft es nicht mehr rechtzeitig hier auf La Palma. Der Pilot hat das Gepäckstück nun direkt an seinen Heimatflughafen umgeleitet und wird es hoffentlich dort wo er eincheckte auch wieder entgegen nehmen können. Ende Gut alles Gut? Nun es zeigt, dass es auch eine Gleitschirmwoche ohne Gleitschirm geben könnte. Ein Freiflieger in gleicher Situation hätte richtig Pech gehabt denn wir vermieten keine Leihschirme.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Von Flügen und verlorenen Schirmen

In der Tat war der Freitag der Tag für die Könige. Alle konnten Reisen und die ankommenden Piloten super fliegen. Einige Flüge führten bis nach Fuencaliente. Danach schon wieder ein Frontdurchgang. Am Samstag regnete es noch einmal über 40l pro m2. In dieser Woche sind wir zwar nun einmal wieder in einer Westlage aber diese ist absolut fliegbar. Gestern flogen wir am Time und am Campanarios. Heute stabilisiert sich die Luftmasse zusehend und der Wind dreht leicht auf Südwest. Mal sehen was uns das bringt. Die Woche war bis anhin aber sehr gut. Klar, Luv-fliegen auf La Palma hat es in sich. Die Thermik ist hier deutlich bewegter und man muss den Schirm aktiv im Griff behalten.
Ein Kunde von mir der am Freitag ankam wartet immer noch auf sein Gepäck. Zuerst wollte die AirBerlin es noch am gleichen Tag über München mit der Condor senden. Aber es kam dann nicht an. Am Samstag war der Flughafen schon wieder geschlossen und am Dienstag wurde uns mitgeteilt, dass sich die Spur des Gepäckstücks - darin ein neuer Schirm - verloren habe. Wir sind nun Kleider kaufen gegangen, aber es ist wirklich sehr mühsam. Der Pilot darf meine Ausrüstung benutzen, ein GuideService ohne Schirm macht ja keinen Sinn. So ist der Flugurlaub wenigstens zum Teil gerettet. Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass das Gepäck noch gefunden wird. Bei meinem Kunden schwindet die Zuversicht schon langsam...

Donnerstag, 18. Februar 2010

Freitag gut!

Alle die morgen an- und abreisen haben gut Lachen. Der Reisefreitag ist gesichert. Das Tiefdruckgebiet ist langsam am Abziehen, hier hat der Wind deutlich auf Nord gedreht und morgen wird es ruhig werden. Aber noch ist keine Passatlage in Sicht. Trotzdem verspricht die nächste Woche einige Flugtage. Im Luv halt, das ist hier etwas bockiger aber wenn der Wind aus West oser Südwest kommt und nicht zu stark ist, kann man einiges machen.
Einige Blogleser sind besorgt über das was derzeit hier abgeht. Ich kann entwarnen, die letzten zwei Unwetter haben deutlich mehr Schäden hinterlassen und trotz Fallwindböen von 100km/h sind neben ein paar umgefallenen Palmen keine grösseren Probleme bekannt. Die Inselregierung hat die gefährlichsten Strassen bereits vorsorglich gesperrt und auch die hohen Wellen - ganz normal hier für einen Frontdurchgang - die aus der "guten" NW Richtung kommen, gefährden höchstend einen Teil vom Hotel Sol, der Rest ist gut geschützt. Also liebe Leser, El Remo steht noch (werde heute Abend bei der Zigarre essen) und auch in Puerto Naos hat es heute keine weiteren Schäden gegeben.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Regen, Regen Regen

Und nochmal Regen, nun erhielten wir bereits 672Liter pro m2 seit Dezember, ich sitze im Wintergarten und es Regnet schon wieder. Nach einer kurzen Aufhellung am Nachmittag wird dann eine weitere Front über die Insel fegen. Die Wellenhöhe ist jetzt "nur" noch mit 5.6m angegeben, das Büro muss nicht evakuiert werden. Der Wind wird aber eine Stärke von um die 35 Knoten annehmen was auf der Ostseite zu heftigsten Fallböen von schnell mal 100km/h führen wird. Erst am Freitag wird sich das Wetter leicht beruhigen. Heute Morgen war der Flughafen offen, bereits vor 09h sind 5 Maschinen aus Teneriffa gelandet und das Metar von heute 17.2.1130h LC:
METAR GCLA 171130Z 20012KT 160V230 9999 -RA FEW020TCU SCT025 BKN050 19/14 Q1001 WS ALL RWY=
scheint vielleicht noch weitere etwas ruppige Landungen zuzulassen, aber nicht lange, bei mir frischt der Wind nun bereits wieder auf. Es wird zwar von WS ALL RWY also Windscherungen über der Landebahn gesprochen und auch die 160V230 deuten auf unstete Verhältnisse hin (Wind aus 160° bis 230°) aber die Stärke 20012KT also 200° 12 Knoten ist verhältnismässig gering. Bei Fallböhen stand dort gestern 20025G45KT also Wind aus 200° mit 25 Knoten und Böen mit 45 Knoten.

Dienstag, 16. Februar 2010

West- und Fallwind

Hier auf der Westseite wütete letzte Nacht ein Sturm und es regnete die ganze Nacht. So mancher Heimkehrer von Santa Cruz wo das Fest der Feste "Los Indianos" gefeiert wurde bekam eine satte Dusche ab. Auf der Ostseite war der Flughafen auch gestern geschlossen und das scheint den Windwerten zufolge auch heute so zu sein. Fallwindböen von 100km/h machen das Landen unmöglich. Auch sehr hohe Wellen bringen die Tiefs nun mit sich. Gestern hatten wir mit 5.5m schon mal eine Kostprobe (siehe Bild unten) und das wird am Donnerstag mit einer derzeitigen Prognose von 8 Metern satt überboten. Die Toiletten der Playa Morena werden das wohl nicht mitmachen, Rosi lässt die Türe nun permanent offen. Wenn nicht Sand reingewaschen würde wäre das ja eine einfache Reinigungsmethode. Nur bleibt eben immer viel Sand liegen. Nur gut, dass die höchsten Wellen am Donnerstag bei Ebbe reinkommen aber unser Büro werde ich trotzdem evakuieren. Der Westwind dann 43 Knoten (im Luv!) was 80 km/h entspricht. Das unbeständige Wetter wird noch anhalten, für die nächsten zwei Wochen ist Westwind vorausgesagt mit einzelnen ruhigen Abschnitten.

Sonntag, 14. Februar 2010

Kaltfront und Carneval

Auch am Freitag und Samstag wurde noch munter geflogen. Erst heute morgen früh fegte eine Front über die Insel die uns in kurzer Zeit noch einmal 46l Regen pro m2 brachte. Meine Statistik für diesen Winter entspricht nun 641l pro m2 und das seit dem ersten Regentag am 16. Dezember. Vorher hat es ja bekanntlich Monate nicht geregnet. 641 Liter, das entspricht einer Höhe von 64 cm Wasser, nicht schlecht für den kurzen Zeitraum. Von Schäden liegen mir derzeit keine Meldungen vor aber es muss davon ausgegangen werden, dass die Strasse nach Fuencaliente wieder verschüttet wurde. Nun, diese ist ja sowieso gesperrt werdet ihr sagen. Aber sie wird trotzdem munter befahren. Viele wollen den grossen Umweg über Mazo und den Tunnel nicht in Kauf nehmen. Da wären dann auch noch die Leute welche in El Charco wohnen. Auch diese müssen sich ja versorgen. Deshalb wird die Strasse auch immer wieder geräumt.
Wettermässig wird diese Woche schlecht. Wir sind nun in einer Westlage die uns immer wieder Feuchtigkeit bringt und damit verbunden auch starken Westwind. Wahrscheinlich kann man in einigen Fenstern doch fliegen, das werden wir sehen. Ansonsten hat der Karneval begonnen und alle Augen richten sich mal wieder nach Sta. Cruz wo am Montag "Los Indianos" stattfindet. Die grosse Pulverschlacht.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Flugtage

Immer noch ist das Wetter etwas "abartig". Zwar sind wir nun in einem Hochdruckgebiet aber wir haben viele Wolken. Aber der Reihe nach. Die grossen Wellen kamen und diesmal aus der gewohnten Richtung, nämlich NW. So sind die meisten Orte viel besser geschützt. In El Remo wurde der Kiosk Siezte Islas am Montag aus Sicherheitsgründen geschlossen. In Puerto Naos kamen einzelne Wellen bis zur Playa Morena, ein eindrückliches Schauspiel. Auch wurde mal wieder Teile vom Hotel Sol überflutet und die Toilette der Playa Morena, Rosy die Köchin hat aufgegeben. Sie lässt die Türe gleich offen damit der Sand durch neuen ersetzt wird ;-). Dabei würde ein Brett mit einer Höhe von einem Meter schon reichen. Sonst habe ich keine Informationen über Schäden.
Diese Woche gab es einige Flugtage, gestern sogar El Time und danach Campanarios. Wir flogen am Nachmittag unter einer längst geschlossenen Wolkendecke und trotzdem löste sich immer wieder schwache Thermik ab. Ich habe es aber nicht weiter wie 500m nach El Remo gewagt. Dort wurde es sehr schwach und eine Aussenlandung in diesem Gebiet ist nicht zu empfehlen. Heute nun eine geschlossene Wolkendecke auf ca 1000m MSL. Sie ist zwar dünn aber reicht weit aufs Meer hinaus. Mal sehen was uns der Tag bringt.
Die Prognosen für nächste Woche sind nicht gut. Das Hoch wird sich verabschieden und wir kommen wieder unter den Einfluss von Fronten in eine Westlage. Immer mal wieder soll es regnen. Mal sehen, vielfach kann man auch bei solchen Lagen fliegen, muss aber dann die Flugfenster genau appassen.

Sonntag, 7. Februar 2010

Stabile Schichtung und hohe Wellen

Das Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik hat uns gestern und heute einen satten Calima gebracht. Die Luft ist trocken und von El Paso aus konnte man kaum den El Time sehen. Die Inversion beginnt praktisch auf Meereshöhe und endet erst auf ca. 700m Meer. So zeigte die Sondierung von Teneriffa um Mitternacht in Güimar (ca 100mMSL) eine Temperatur von 17°C und auf 700m MSL von 24°C. Da kann keine Thermik entstehen! Das Tief wird uns zwar keinen Regen bringen aber heute und vorallem morgen wieder sehr hohe Wellen. Es wurde für die Küstenstreifen auch entsprechende Alarme ausgegeben. Für heute gelb und für Morgen dann orange, die zweithöchste Stufe. Die Wellenhöhe wird um die 5.5m sein und wir hoffen natürlich, dass der neue hergerichtete Strand in Puerto Naos nicht gleich wieder verwüstet wird.

Freitag, 5. Februar 2010

Von Flugwetter, zerstörten Restaurants und AirBerlin Gepäck

Beim Sturm wurde das Restaurant Cocomar in Bombilla und das Restaurant El Calamar in El Remo (das nördlichste, nicht die Zigarre) total zerstört über Wiederaufbau habe ich derzeit keine Informationen. Aber es gibt gutes aus P. Naos zu berichten. Gestern wurden bereits einige Palmen wieder eingepflanzt und der Strand etwas hergerichtet.

Nach der Front haben wir schönes Wetter und gestern wurde wieder geflogen. Sogar bis Las Indias. Auch heute befinden wir uns unter Hocheinfluss der uns aber wahrscheinlich in den nächsten Tagen eine Absinkinversion bringt.

AirBerlin hat sich noch einmal gemeldet und die neuen Gepäckbestimmungen erklärt. Diese und meine erneute Antwort publiziere ich hier:

Sehr geehrter Herr Frey,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 22.01.2010. Wir möchten nochmals unser Bedauern ausdrücken, dass Sie mit den Änderungen unserer Sportgepäckbestimmungen nicht zufrieden sind. Bitte gestatten Sie uns an dieser Stelle eine kurze Anmerkung: Bei der Flugabfertigung wird das Gewicht eines Gleitschirms regulär auf die Freigepäckmenge angerechnet. Die Freigepäckgrenze bei Kurz- und Mittelstreckenflügen liegt bei 20 kg. Bei einem Aufenthalt von mehr als 28 Tagen steigt die Freigepäckgrenze um weitere 10 kg, wenn Hin- und Rückflug gemeinsam unter einer Buchung zusammengefasst sind. Da der Transport von Übergepäck gemäß unserer Beförderungsbedingungen eine Leistung darstellt, die wir unabhängig von der Auslastung des Flugzeugs und dem jeweils mitgeführten Handgepäck in Rechnung stellen, berechnen wir für die Beförderung von Übergepäck bei Kurz- und Mittelstrecken 10 € pro kg. Die Gebühren für Übergepäck reduzieren sich, wenn Sie bereits bei der Reisevorbereitung bis 48 Stunden vor Abflug Übergepäck anmelden. In diesem Fall berechnen wir für jeweils 5 kg lediglich 25 € für Flüge der Kurz- und Mittelstrecke. Eine andere Möglichkeit, die wir Ihnen empfehlen möchten, ist unsere Topbonus Service Card. Diese ist für 59 € über unsere Internetseite oder unsere Reservierungszentrale erhältlich und ein Jahr lang gültig. Neben einer Vielzahl von Extras erhöht sich für Inhaber einer Service Card die Freigepäckmenge um weitere 10 kg. Weitergehende Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite airberlin.com unter dem Menüpunkt „Service“ oder telefonisch durch unser Serviceteam, welches Sie 24 Stunden unter der Rufnummer 01805 737 800 (14 Cent aus dem deutschen Festnetz) erreichen können.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Lohrum

Meine Antwort:

Guten Tag Frau Lohrum
Besten Dank für Ihre Mitteilung und die ausführlichen Erklärungen. Ich werde diese auf meiner vielgelesenen Homepage publizieren. Als Inhaber einer Gleitschirmflugschule im Ausland bin ich in der Gleitschirmszene sehr integriert und ich erhalte von vielen Piloten derzeit Feedback in bezug auf ihre geänderte Praxis. Alle Piloten verstehen, dass wie sie auch anmerken, der Transport von Gepäck eine Zusatzleistung darstellt, die auch entsprechend abgegolten werden muss. Deshalb hat sich auch niemand gemeldet, als AirBerlin im letzten Jahr den Gleitschirm zu € 25 pro Flug zu verrechnen begann. Es wird aber von keinem Piloten verstanden, dass AirBerlin derzeit immer noch Golfausrüstungen (auch eine Leistung) kostenlos transportiert und dann ab April zu der auch für Gleitschirme geltenden € 25 Regelung zurück kehrt und auch ein kompliziert zu transportierendes Fahrrad für € 25 befördert wird.
Wie mehrere Male ausgeführt: Ein normaler Gleitschirm wiegt mit Helm, Schuhen etc meistens um die 25kg und ist in einem Rucksack so einfach wie ein Koffer zu transportieren und zu laden. Auch mit ihrer „5 kg lediglich 25€“ Regelung entstehen Zusatzkosten für dessen Transport von nunmehr € 125 pro Strecke. Viele Piloten haben deshalb entschieden, wenn immer möglich auf die Fluggesellschaft Condor auszuweichen. Condor ist nach wie vor der Gleitschirmszene – im Alpenraum ca potentielle 50'000 Kunden!!! - freundlicher eingestellt und verrechnen € 25.— pro Flug.
Es tut mir leid, Ihnen hier keine besseren Nachrichten senden zu können, aber AirBerlin ist selber dafür verantwortlich, dass die Gleitschirmpiloten nun abwandern und wir alle sehe keinen kommerziellen Sinn hinter dieser Aktion. Sie verlieren die Kunden, sie machen keinen Mehrumsatz mit dem Zusatzgepäck.

Selbstverständlich bin ich bereit, eine Änderung zugunsten der GS Piloten in ihrem Gepäcktarif auf meiner Internetseite zu vermelden. Falls Sie also den Fehler Rückgängig machen, dürfen Sie mich selbstverständlich anschreiben.
Mit freundlichen Grüssen
Roger P. Frey

Dienstag, 2. Februar 2010

"Halber" Tropensturm

Semi tropical nennen die Behörden das, was gestern und letze Nacht über die Kanaren fegte, ein halber Tropensturm. Der erste Sturmteil hat auf la Palma gestern nur zu Regen geführt, die grösseren Schäden konzentrierten sich auf Teneriffa und Gran Canaria. In der Nacht näherten wir uns immer mehr dem Sturmzentrum, es begann zu Regnen und stürmte auch stark während der ganzen Nacht. Da das Meer angetrieben von dem starken Wind aus SW immer höhere Wellen aufwarf wurden am Morgen Schäden aus La Bombilla und El Remo gemeldet. Aber auch in Puerto Naos sieht es nicht gut aus. Der Sturm hat mal wieder einige Palmen umgelegt. Ich zählte heute morgen 10 Stück. Nun hoffen wir, dass die Inselregierung diesmal etwas mehr Tempo macht und die ganzen Palmen wieder einpflanzt bevor die freigelegten Wurzeln austrocknen.
Wettermässig wird es nun langsam besser. Das Sturmtief zieht langsam nach NO weg und wir kommen morgen in den Bereich vom Nordwind und am Donnerstag ist der Einfluss des Tiefs dann ganz weg.

Samstag, 30.1.2010

Der Sturm kommt näher

Bis gestern konnten wir noch fliegen, heute nun sind wir schon im Einflussbereich des sich nähernden Tiefdruckgebietes. Dieses soll uns in den nächsten Tagen Sturm und Regen bringen. Heute hatten wir in Ouerto Naos starke Böen aus SO, wir fuhren in den Süden. Dort war der Wind zwar aus der richtigen Richtung zum Soaren, aber die Stärke von über 30 km/h liess keine sicheren Flüge zu. Für die nächsten drei Tage hat es sich dann wahrscheinlich. Es wird wieder mit sehr viel Regen gerechnet und wir hoffen, dass die Stromversorgung in Puerto Naos in diesem Sturm nicht wieder zusammenbricht. Erst um Mittwoch rum wird die starke SW Strömung langsam in Nord drehen um danach wieder einen NO Passat auf die Insel zu blasen. Also für heute heisst es Schotten dicht, die Häuser abdichten und unter die bekannten undichten Stellen vielleicht einen Eimer hinstellen. 30 Liter pro m2 in einer Stunde könnten drin liegen. Deshalb hat die Meteorologische Anstalt auch eine Warnung ausgegeben. Sonntag und Montag sollte man sich nicht in steilem Gelände aufhalten und das Haus nur verlassen wenn es dringend nötig ist.

Dienstag, 26. Januar 2010

Streckenfliegen

Am Samstag flogen wir noch einmal nach Fuencaliente, einige Piloten haben sich mit uns aufgemacht, es war in der Tat sehr einfach und es brauchte einfach etwas Mut, den Mut des Streckenpiloten. Der zwar überlegt fliegt, aber nie ganz ausschliessen kann, dass es eine Aussenlandung gibt. Ab Sonntag gab es viel Passat und Windwechsel aber auch immer wieder fliegbare Fenster. Ich geniesse derzeit meinen Urlaub und fahre nur nach Naos wenn ich auch fliegen will. In den letzten drei Monaten ist einiges liegen geblieben und somit ist der Urlaub einfach ein Urlaub vor der Fahrerei ;-)

Gestern erhielt ich noch eine Standardantwort von AirBerlin. Siehe unten kursiv. Das hilft zwar noch nichts, aber ich bleibe zuversichtlich, dass sich das Produktmanagement nicht mit allen Gleitschirmpiloten anlegen will ;-) also bitte diejenigen die sich noch nicht gemeldet haben, schreibt die AirBerlin an damit der Gleitschirm wieder Sportgepäck wird!

Sehr geehrter Herr Frey,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 22.01.2010. Wir bedauern außerordentlich, dass Sie mit den aktualisierten Bedingungen zur Beförderung von Sportgepäck nicht zufrieden sind. Gleichzeitig möchten wir Ihnen danken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns Ihre Beobachtungen mitzuteilen. Wir haben Ihre Schilderung sehr aufmerksam zur Kenntnis genommen, denn die Wünsche und konstruktive Kritik unserer Gäste helfen uns, Abläufe zu optimieren und unseren Service zu verbessern. Daher wurde Ihr Schreiben in Kopie an die Leitung unserer Abteilung Produktmanagement weitergeleitet. Wir möchten Ihnen versichern, dass wir Ihre kritischen Beobachtungen und Anmerkungen zur Gestaltung der Gepäckbestimmungen mit der gebührenden Sorgfalt auswerten und in die Produktverbesserung einfließen lassen. Grundsätzlich gilt die Änderung, welche ab 04.01.2010 in Kraft getreten ist, der Vereinfachung der Gebührenberechnung für Sondergepäck. Als Sportgepäck gegen eine Gebühr von 25,00 € können ausschließlich Surf- und Kitegepäck, Fahrräder, Tauch- und Ski- bzw. Golfgepäck angemeldet werden. Das übrige Sportgepäck muss als Übergepäck angemeldet werden und gemäß den geltenden Übergepäckraten kassiert werden, sofern die Freigepäckmenge überschritten wird.
An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich betonen, dass wir alle Anstrengungen unternehmen werden, Sie zukünftig wieder in der von Ihnen gewohnten und erwarteten Qualität zu betreuen und würden uns freuen, Sie bald einmal wieder an Bord eines Fluges der Air Berlin Gruppe begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Jessica Lohrum Kundenservice

 

Freitag, 22. Januar 2010

Auf nach Las Indias

AirBerlin: Der DHV hat reagiert und auch der SHV hat mir zugesagt ein Schreiben an AirBerlin zu verfassen um gegen die geänderten Gepäckbestimmungen zu protestieren. Ich selbst habe noch keine Antwort auf mein Protestschreiben erhalten.

Endlich, nach langer Zeit mal wieder gute Flugtage. Am Donnerstag schon flogen wir sogar mit dem Tandem 1.5h und ein Pilot meldete über 4h in der Luft. Gestern war ich auch mit dem Soloschirm unterwegs. Nach einem schwierigen Einstieg an der Klippe mit ca. 30 Minuten Suchen und ruppigen Verhältnissen fand ich eine Thermik welche mich fast an die Basis brachte. Das war der Anfang von einem Flug nach las Indias. Südlich von der Eremita sah ich nun das erste Mal auch die Auswirkungen des Regens mit den neuen Flussläufen die zum Teil bis ans Meer hinunter reichten. Das Schadensausmass ist sehr gross. Es wurde an der Strasse in El Charco viel gearbeitet aber heute las ich in der Zeitung, dass es ca 80 Bürger von Fuencaliente waren die in einer privaten Aktion Schutt von der Strasse räumten um gegen die Untätigkeit der Regierung zu protestieren. Der Flug ging weiter über die Caldereta richtung Startplatz las Indias wo ich dann aufgrund zunehmendem Nordwind umdrehte. Nach 2.5h landete ich wieder in Puerto Naos. Das nächste Mal befestige ich die Handykamera so, dass ich ein paar Bilder schiessen kann von der vom Unwetter betroffenen Gegend.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Die Klippe ruft

Die Wolke lag tief und versperrte zeitweilig den Campanarios Startplatz an der Klippe war mal Süd- und dann lange Nordwind doch plötzlich öffnete sich ein Westfenster und alle wollten raus. Leider konnte man die Klippe nur knapp überhöhen und ich zählte fast 20 Piloten die auf einen kleinen Stück ihre Kurven drehten. Man musste sich sehr konzentrieren da auch nicht alle die Vorflugregeln einhielten und manch einer auch nicht genau schaute. So "verfolgte" mich ein Schirm ca 10m tiefer mit einer grösseren Geschwindigkeit und wenn ich nicht auch noch nach hinten gesehen hätte, dann wäre ich unsanft eingeholt worden, denn der Pilot schaute immer nur nach unten. Nach 25 Minuten hat mir der Spuk gereicht und ich bin Landen gegangen.
Übrigens, wir haben nun eine Woche Urlaub. Es sind keine Gäste im GuideService und somit wird auch kein Fahrdienst angeboten. Einige Freiflieger finden das zwar Unverständlich aber ich muss mal wieder darauf hinweisen, dass es ohne den GuideService keine Mitfahrgelegenheit gäbe.

Betreffend neuer AirBerlin Gepäckregelung hat der DHV schon reagiert. Hier der Link auf die Page.

Mittwoch 20. Januar 2010

Viel Sonne und sommerlich warm

Immer noch sind wir im Zentrum eines Hochdruckgebietes. Das hat uns in der letzen Woche immer stabileres Wetter gebracht. Die thermischen Flüge werden seltener, es wurde immer stabiler. Derzeit ist richtiges Sommerwetter auf der Isla. Es ist mild und die Mandelblüte hat eingesetzt. Das stabile Wetter hat uns denn auch zwei Flüge vom Time beschert. Nun ist der GuideService für eine Woche eingestellt, nach drei Monaten intensiver Arbeit mit 7 Tage Woche gönnen wir uns eine Woche Urlaub. Hoffentlich wird in den nächsten Tagen endlich wieder Passat aufkommen, wir hatten ja in den letzten 4 Wochen gerade mal einen einzigen Passat-Tag.

Airberlin lässt Piloten hängen

Noch was anderes, ein Pilot hat mir mitgeteilt, dass AirBerlin den Gleitschirm aus der Übergepäckliste gestrichen hat. In der Tat soll nun die Beförderung eines GS als Übergepäck verrechnet werden und das kostet dann zwischen €250 und €500!!! Es lohnt sich, dass hier alle betroffenen Piloten auf der Homepage eine Protestnote hinterlassen!! Vielleicht können wir bewirken, dass diese Massnahme rückgängig gemacht wird. Hier der Link auf das Kontaktformular von AirBerlin. Als Buchungsnummer habe ich einfach 9999 eingegeben.

Falls ihr nicht schreiben möchtet, hier ein Text zum kopieren:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Kunde bei ihrer Fluggesellschaft und habe immer wieder auch Flüge bei Ihnen gebucht um mit meinem Gleitschirm in den Urlaub zu fliegen. Leider musste ich feststellen, dass ein Gleitschirm nicht mehr in der Übergepäckliste erscheint und einem Kollegen wollte Airberlin für die Beförderung bis zu € 500 verrechnen. Das ist inakzeptabel und ich bitte Sie, diese Massnahme rückgängig zu machen und den Gleitschirm wieder als Sportgepäck für €25 zu befördern. Mit freundlichen Grüssen

Diesen Umstand habe ich heute auch dem DHV und dem SHV mitgeteilt. Vielleicht können sich die Verbände auch für die Piloten einsetzen und erreichen, dass dieser Blödsinn rückgängig gemacht wird.

Mittwoch, 12. Januar 2010

Nach dem Regen die Sonne

Nun, da habe ich ja schon wieder lange nichts mehr geschrieben. Wir waren alle gut beschäftigt die letzten Tage. Letzte Woche Regnete es sogar noch einmal. Diesmal aber in der Nacht. Die gesamte letzte Woche war meteorologisch sehr anspruchsvoll. Dann hat sich langsam ein Hoch etabliert und zwar direkt über den Kanaren. Das beschert uns nun zwar tolle sonnige Tage aber auch eine Absinkinversion und diese ist letzte Nacht bei 700m angekommen. Gestern konnten wir so am Time fliegen und zwar ohne Angst vor Konvergenzen und anderen komischen Vorkommnissen die am Time ja häufig vorkommen. Es gab einen Abgleiter durch die Inversion und anschliessend dann noch etwas thermisches Fliegen im unteren Bereich. Danach flogen wir noch am Campi. Auch hier abgleiten durch die Inversion und darunter war es dann entsprechend bockig nach einigen Sonnenstunden. Am Abend stellte sich dann Nord ein und dieser wusch alle Thermik weg.
Heute ein erneuter Sonnentag. Wie gesagt stabil im oberen Bereich und wir werden sicher am Campanarios und wahrscheinlich auch am Gallo fliegen heute.

Dienstag, 5. Januar 2010

Landung im Hotel Sol

Samstag und Sonntag konnten wir fliegen. Zwar auch wieder in Fenstern, aber immerhin. Am Sonntag hat ein Pilot bei stärker werdendem Nordwind die Volte anstelle im Luv vom Strand (also Nördlich) gleich über das Hotel gelegt und dort die Positionskreise geflogen. Dabei merkte er offensichtlich lange nicht, dass er abtrieb. Als er sich im über dem Gebäude beschleunigenden Wind befand kam er nicht mehr voran und flog direkt in ein Apartmenthaus. Dabei verfing sich der Schirm glücklicherweise am Dach. Der Pilot wurde in einer Drehbewegung beschleunigt und an die Balkonbrüstung geschleudert. Dabei brach er sich ein Bein und fügte sich im Gesicht Schnittwunden beim Aufprall auf ein Blech zu. Glücklicherweise ist er nicht abgerutscht und herbeigeeilte Helfer und die alarmierte Feuerwehr konnte ihn sichern und bergen. Er wird höchstwahrscheinlich heute nach Hause geflogen und den Bruch zu operieren. Der Pilot hatte zu wenig Erfahrung um auf La Palma zu fliegen und dann nachdem er einmal einen Fehler beging einfach keine Möglichkeit mehr einen neuen Ausweichplan zu entwickeln.

Samstag, 2. Januar 2010

Westlage ohne Ende

Ein glückliches neues Jahr meinen Lesern! Nun, die letzte Woche hat uns auch wieder ein paar schöne Flugtage geschenkt, dies obschon wir nach wie vor in einer Westlage sind, die längste solche Lage die ich bis anhin erlebt habe. Ich habe es ja schon erzählt, im Normalfall dauert die Westlage 1-3 Tage, nun sind wir schon seit Mitte Dezember im Westwind und es wird nach wie vor andauern. Vor zwei Tagen hatten wir mal ein Zwischenhoch und sogar leichten NO Wind dann ging es auch gleich super zum Fliegen, gestern dann SO und nun SW Wind. Gestern konnten wir nur bis Mitte Nachmittag fliegen, dann wurde der Südwind in Puerto Naos so stark, dass ein kontrolliertes Landen nicht mehr möglich war. Ein paar unerschrockene sind trotzdem raus und hatten sichtlich Mühe, den Schirm bei der Landung zu kontrollieren. Heute also SW Wind, falls der nicht zu stark ist schauen wir mal im Süden nach. In der Nacht wird uns dann die dazugehörige Kaltfront streifen und ab Morgen soll der Wind in Nördliche Richtungen drehen und dazu recht stark sein. Nördliche Winde beschleunigen auf La Palma. Sieht also nicht so rosig aus. Vielleicht aber dehnt sich ein Hoch das sich südwestlich von uns befindet etwas stärker aus wie berechnet und dann wird es doch besser. Bin zuversichtlich, was anderes nutzt auch nichts...

Sonntag, 28. Dezember 2009

Fliegen vor dem Azoren-Tief

Wir fliegen gestern und auch heute. Zwar sind wir direkt vor einem Tiefdruckgebiet das uns eigentlich einen satten SW Wind bringen sollte, aber dieser kommt zum Glück nicht an und somit können wir bei recht stabilen Bedingungen trotzdem fliegen. Der Wind in Puerto Naos ist schwach und lässt eine Landung auf dem offiziellen Landefeld zu. Der Strand ist wegen der hohen Wellen nach wie vor geschlossen. Vorgestern musste ein Helikopter einige Leute aus dem Meer fischen. Am Ende waren es 6 Personen inklusive Rettungskräfte. Seitdem sind die Strandwächter sehr scharf und haben den Strandzugang abgeriegelt und auch das Landen am Strand verboten. Es gibt nur eine kleine mit Bändern abgesperrte Zone zum Sonnen.

Freitag, 25. Dezember 2009

Von Wind, Sturm und geschlossenen Flughäfen

Hier meine kleine Privatstatistik. Demnach fiel zwischen 16. und 24. Dezember in El Paso auf 700m MSL 360l Regen pro m2 und die Westwindwetterlage bleibt weiterhin bestehen. In bezug auf die grossen Regenmengen haben wir das Wetterphänomen überstanden. Es gilt nun aufzuräumen. Gestern fiel in PUerto Naos während 24h der Strom aus. Auch El Remo und Teile von Las Manchas waren betroffen. In Fuencaliente sind - als Folge der Feuer - einige Murgänge beobachtet worden. Einer davon hat offensichtlich eine Leitung beschädigt welche die genannten Gebiete mit Elektrizität versorgt. In El Paso war alles "normal" ein paar Stromausfälle aber die Elektrizität kam schnell wieder. Auch gestern war die Strasse in den Süden noch gesperrt aber alle Rettungskräfte waren daran die Situation zu stabilisieren. Auch aus dem Baranco de las Angustias gibt es Meldungen von Schäden. Dort ist kurz vor dem Ort Puerto de Tazacorte die Verbindungsstrasse vom aus der Caldera strömenden Wasser mitgerissen worden.
Gestern flogen wir sogar an der Klippe. Der recht starke Wind wurde dort gebremst. Die Luft war aber nicht ganz sauber und von einer laminaren Anströmung konne man nicht sprechen. Auch am Landeplatz wechselte es von SW nach NW laufend.
Heute ist weder extrem starker Westwind mit über 30 kn angesagt. Am Flughafen werden Böen von 40kn gemeldet und da wird wieder gar nichts mehr gehen. Also Flughafen geschlossen, wahrscheinlich werden die Gäste mal wieder auf die Fähre müssen. Airberlin war clever, die Zürich Maschine ist erstmal gar nicht gestartet. Das hat aber wahrscheinlich auch keine Chace denn die starken Winde werden sich erst gegen Mitternacht abschwächen. Morgen sieht es mal etwas besser aus..

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Regen Regen Regen

Sowas habe weder ich noch viele Einheimische mit welchen ich spreche erlebt. Da hatten wir diese extrem lange anhaltende Trockenheit auf der Westseite, die mich veranlasste im Garten wilde Regentänze aufzuführen. Das ging wohl schief, denn ich glaube ich habe eine Umdrehung zuviel gemacht. Den 8. Tag infolge Regnet es und ich habe heute morgen eine Regensumme von 227 Litern pro m2 gemessen. Dies seit 16.12.09.
Das "Spiel" geht heute weiter, im vor einer dreiviertel Stunde geleerten Messglas sind bereits wieder neue 10l drin. Heute ist Ausgehverbot. Zwar werde ich in Puerto Naos Wetterklassen durchführen aber Reisen werden wir heute nicht. Es ist viel zu gefährlich denn Murgänge und schon nur runterfallende Steine an exponierten Orten gefährden den Verkehr. So werde ich denn auch über die Hauptstrasse nach Naos fahren und nicht über die Bergstrasse. Vorgestern Abend begannen die ersten Murgänge in Fuencaliente und der Ort los Canarios ist immer wieder von der Strassenverbindung abgeschnitten. Die Gäste welche im Hotel Pricess gebucht haben wird es am schlechtesten erwischt haben. Zuerst geschlossener Flughafen, dann vielleicht spätabends endlich nach zwei Reisetagen mit dem SChiff ankommen und dann. Strasse zum Hotel geschlossen... Die Isla Bonita zeigt ihr garstiges Gesicht und wird bei ein paar Touristen das nie mehr wieder Gen aktivieren. Ich bin zufrieden mit den Regenfällen, denn Isla Bonita und Isla Verde geht halt nicht anders wie mit Wasser. Klar wäre es etwas Touristenfreundlicher gewesen diese Regenfälle zu verteilen. Einige Piloten hatten im Oktober und November nämlich Hammerwochen und die wären gar nicht böse gewesen über einen Regentag. So, ich muss mal. Mir geht nämlich jetzt noch der Strom aus ;-( die Batterien sind fast leer und Sonne? Vielleicht morgen. Hasta luego.

 


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