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Archiv:
Für
Flieger-Freunde von La Palma habe ich auf Facebook
eine Gruppe gegründet. Facebook Mitglieder können sich
dort eintragen, Fotos teilen und Anliegen diskutieren.
Die
dritte Auflage von Streckenfliegen
ist nun verfügbar. Noch schönere Grafiken, einige Korrekturen
und Ergänzungen und ICAO Karte Deutschland 2010. Umfang 196
Seiten.
Sonntag,
7. Februar 2010
Stabile
Schichtung und hohe Wellen
Das
Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik hat uns gestern und heute einen
satten Calima gebracht. Die Luft ist trocken und von El Paso aus
konnte man kaum den El Time sehen. Die Inversion beginnt praktisch
auf Meereshöhe und endet erst auf ca. 700m Meer. So zeigte
die Sondierung von Teneriffa um Mitternacht in Güimar (ca 100mMSL)
eine Temperatur von 17°C und auf 700m MSL von 24°C. Da kann
keine Thermik entstehen! Das Tief wird uns zwar keinen Regen bringen
aber heute und vorallem morgen wieder sehr hohe Wellen. Es wurde
für die Küstenstreifen auch entsprechende Alarme ausgegeben.
Für heute gelb und für Morgen dann orange, die zweithöchste
Stufe. Die Wellenhöhe wird um die 5.5m sein und wir hoffen
natürlich, dass der neue hergerichtete Strand in Puerto Naos
nicht gleich wieder verwüstet wird.
Freitag,
5. Februar 2010
Von
Flugwetter, zerstörten Restaurants und AirBerlin Gepäck
Beim
Sturm wurde das Restaurant Cocomar in Bombilla und das Restaurant
El Calamar in El Remo (das nördlichste, nicht die Zigarre)
total zerstört über Wiederaufbau habe ich derzeit keine
Informationen. Aber es gibt gutes aus P. Naos zu berichten. Gestern
wurden bereits einige Palmen wieder eingepflanzt und der Strand
etwas hergerichtet.
Nach der Front haben wir schönes Wetter und gestern wurde wieder
geflogen. Sogar bis Las Indias. Auch heute befinden wir uns unter
Hocheinfluss der uns aber wahrscheinlich in den nächsten Tagen
eine Absinkinversion bringt.
AirBerlin hat sich noch einmal gemeldet und die neuen Gepäckbestimmungen
erklärt. Diese und meine erneute Antwort publiziere ich hier:
Sehr
geehrter Herr Frey,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 22.01.2010. Wir möchten nochmals
unser Bedauern ausdrücken, dass Sie mit den Änderungen unserer Sportgepäckbestimmungen
nicht zufrieden sind. Bitte gestatten Sie uns an dieser Stelle eine
kurze Anmerkung: Bei der Flugabfertigung wird das Gewicht eines
Gleitschirms regulär auf die Freigepäckmenge angerechnet. Die Freigepäckgrenze
bei Kurz- und Mittelstreckenflügen liegt bei 20 kg. Bei einem Aufenthalt
von mehr als 28 Tagen steigt die Freigepäckgrenze um weitere 10
kg, wenn Hin- und Rückflug gemeinsam unter einer Buchung zusammengefasst
sind. Da der Transport von Übergepäck gemäß unserer Beförderungsbedingungen
eine Leistung darstellt, die wir unabhängig von der Auslastung des
Flugzeugs und dem jeweils mitgeführten Handgepäck in Rechnung stellen,
berechnen wir für die Beförderung von Übergepäck bei Kurz- und Mittelstrecken
10 € pro kg. Die Gebühren für Übergepäck reduzieren sich, wenn Sie
bereits bei der Reisevorbereitung bis 48 Stunden vor Abflug Übergepäck
anmelden. In diesem Fall berechnen wir für jeweils 5 kg lediglich
25 € für Flüge der Kurz- und Mittelstrecke. Eine andere Möglichkeit,
die wir Ihnen empfehlen möchten, ist unsere Topbonus Service Card.
Diese ist für 59 € über unsere Internetseite oder unsere Reservierungszentrale
erhältlich und ein Jahr lang gültig. Neben einer Vielzahl von Extras
erhöht sich für Inhaber einer Service Card die Freigepäckmenge um
weitere 10 kg. Weitergehende Informationen erhalten Sie auf unserer
Internetseite airberlin.com unter dem Menüpunkt „Service“ oder telefonisch
durch unser Serviceteam, welches Sie 24 Stunden unter der Rufnummer
01805 737 800 (14 Cent aus dem deutschen Festnetz) erreichen können.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Lohrum
Meine
Antwort:
Guten
Tag Frau Lohrum
Besten Dank für Ihre Mitteilung und die ausführlichen Erklärungen.
Ich werde diese auf meiner vielgelesenen Homepage publizieren. Als
Inhaber einer Gleitschirmflugschule im Ausland bin ich in der Gleitschirmszene
sehr integriert und ich erhalte von vielen Piloten derzeit Feedback
in bezug auf ihre geänderte Praxis. Alle Piloten verstehen, dass
wie sie auch anmerken, der Transport von Gepäck eine Zusatzleistung
darstellt, die auch entsprechend abgegolten werden muss. Deshalb
hat sich auch niemand gemeldet, als AirBerlin im letzten Jahr den
Gleitschirm zu € 25 pro Flug zu verrechnen begann. Es wird aber
von keinem Piloten verstanden, dass AirBerlin derzeit immer noch
Golfausrüstungen (auch eine Leistung) kostenlos transportiert und
dann ab April zu der auch für Gleitschirme geltenden € 25 Regelung
zurück kehrt und auch ein kompliziert zu transportierendes Fahrrad
für € 25 befördert wird.
Wie mehrere Male ausgeführt: Ein normaler Gleitschirm wiegt mit
Helm, Schuhen etc meistens um die 25kg und ist in einem Rucksack
so einfach wie ein Koffer zu transportieren und zu laden. Auch mit
ihrer „5 kg lediglich 25€“ Regelung entstehen Zusatzkosten für dessen
Transport von nunmehr € 125 pro Strecke. Viele Piloten haben deshalb
entschieden, wenn immer möglich auf die Fluggesellschaft Condor
auszuweichen. Condor ist nach wie vor der Gleitschirmszene – im
Alpenraum ca potentielle 50'000 Kunden!!! - freundlicher eingestellt
und verrechnen € 25.— pro Flug.
Es tut mir leid, Ihnen hier keine besseren Nachrichten senden zu
können, aber AirBerlin ist selber dafür verantwortlich, dass die
Gleitschirmpiloten nun abwandern und wir alle sehe keinen kommerziellen
Sinn hinter dieser Aktion. Sie verlieren die Kunden, sie machen
keinen Mehrumsatz mit dem Zusatzgepäck.
Selbstverständlich bin ich bereit, eine Änderung zugunsten der GS
Piloten in ihrem Gepäcktarif auf meiner Internetseite zu vermelden.
Falls Sie also den Fehler Rückgängig machen, dürfen Sie mich selbstverständlich
anschreiben.
Mit freundlichen Grüssen
Roger P. Frey
Dienstag,
2. Februar 2010
"Halber"
Tropensturm
Semi
tropical nennen die Behörden das, was gestern und letze Nacht
über die Kanaren fegte, ein halber Tropensturm. Der erste Sturmteil
hat auf la Palma gestern nur zu Regen geführt, die grösseren
Schäden konzentrierten sich auf Teneriffa und Gran Canaria.
In der Nacht näherten wir uns immer mehr dem Sturmzentrum,
es begann zu Regnen und stürmte auch stark während der
ganzen Nacht. Da das Meer angetrieben von dem starken Wind aus SW
immer höhere Wellen aufwarf wurden am Morgen Schäden aus
La Bombilla und El Remo gemeldet. Aber auch in Puerto Naos sieht
es nicht gut aus. Der Sturm hat mal wieder einige Palmen umgelegt.
Ich zählte heute morgen 10 Stück. Nun hoffen wir, dass
die Inselregierung diesmal etwas mehr Tempo macht und die ganzen
Palmen wieder einpflanzt bevor die freigelegten Wurzeln austrocknen.
Wettermässig wird es nun langsam besser. Das Sturmtief zieht
langsam nach NO weg und wir kommen morgen in den Bereich vom Nordwind
und am Donnerstag ist der Einfluss des Tiefs dann ganz weg.

Samstag,
30.1.2010
Der Sturm kommt näher
Bis
gestern konnten wir noch fliegen, heute nun sind wir schon im Einflussbereich
des sich nähernden Tiefdruckgebietes. Dieses soll uns in den
nächsten Tagen Sturm und Regen bringen. Heute hatten wir in
Ouerto Naos starke Böen aus SO, wir fuhren in den Süden.
Dort war der Wind zwar aus der richtigen Richtung zum Soaren, aber
die Stärke von über 30 km/h liess keine sicheren Flüge
zu. Für die nächsten drei Tage hat es sich dann wahrscheinlich.
Es wird wieder mit sehr viel Regen gerechnet und wir hoffen, dass
die Stromversorgung in Puerto Naos in diesem Sturm nicht wieder
zusammenbricht. Erst um Mittwoch rum wird die starke SW Strömung
langsam in Nord drehen um danach wieder einen NO Passat auf die
Insel zu blasen. Also für heute heisst es Schotten dicht, die
Häuser abdichten und unter die bekannten undichten Stellen
vielleicht einen Eimer hinstellen. 30 Liter pro m2 in einer Stunde
könnten drin liegen. Deshalb hat die Meteorologische Anstalt
auch eine Warnung ausgegeben. Sonntag und Montag sollte man sich
nicht in steilem Gelände aufhalten und das Haus nur verlassen
wenn es dringend nötig ist.
Dienstag,
26. Januar 2010
Streckenfliegen
Am
Samstag flogen wir noch einmal nach Fuencaliente, einige Piloten
haben sich mit uns aufgemacht, es war in der Tat sehr einfach und
es brauchte einfach etwas Mut, den Mut des Streckenpiloten. Der
zwar überlegt fliegt, aber nie ganz ausschliessen kann, dass
es eine Aussenlandung gibt. Ab Sonntag gab es viel Passat und Windwechsel
aber auch immer wieder fliegbare Fenster. Ich geniesse derzeit meinen
Urlaub und fahre nur nach Naos wenn ich auch fliegen will. In den
letzten drei Monaten ist einiges liegen geblieben und somit ist
der Urlaub einfach ein Urlaub vor der Fahrerei ;-)
Gestern
erhielt ich noch eine Standardantwort von AirBerlin. Siehe unten
kursiv. Das hilft zwar noch nichts, aber ich bleibe zuversichtlich,
dass sich das Produktmanagement nicht mit allen Gleitschirmpiloten
anlegen will ;-) also bitte diejenigen die sich noch nicht gemeldet
haben, schreibt die AirBerlin an damit der Gleitschirm wieder Sportgepäck
wird!
Sehr
geehrter Herr Frey,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 22.01.2010. Wir bedauern außerordentlich,
dass Sie mit den aktualisierten Bedingungen zur Beförderung von
Sportgepäck nicht zufrieden sind. Gleichzeitig möchten wir Ihnen
danken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns Ihre Beobachtungen
mitzuteilen. Wir haben Ihre Schilderung sehr aufmerksam zur Kenntnis
genommen, denn die Wünsche und konstruktive Kritik unserer Gäste
helfen uns, Abläufe zu optimieren und unseren Service zu verbessern.
Daher wurde Ihr Schreiben in Kopie an die Leitung unserer Abteilung
Produktmanagement weitergeleitet. Wir möchten Ihnen versichern,
dass wir Ihre kritischen Beobachtungen und Anmerkungen zur Gestaltung
der Gepäckbestimmungen mit der gebührenden Sorgfalt auswerten und
in die Produktverbesserung einfließen lassen. Grundsätzlich gilt
die Änderung, welche ab 04.01.2010 in Kraft getreten ist, der Vereinfachung
der Gebührenberechnung für Sondergepäck. Als Sportgepäck gegen eine
Gebühr von 25,00 € können ausschließlich Surf- und Kitegepäck, Fahrräder,
Tauch- und Ski- bzw. Golfgepäck angemeldet werden. Das übrige Sportgepäck
muss als Übergepäck angemeldet werden und gemäß den geltenden Übergepäckraten
kassiert werden, sofern die Freigepäckmenge überschritten wird.
An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich betonen, dass wir alle
Anstrengungen unternehmen werden, Sie zukünftig wieder in der von
Ihnen gewohnten und erwarteten Qualität zu betreuen und würden uns
freuen, Sie bald einmal wieder an Bord eines Fluges der Air Berlin
Gruppe begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Jessica Lohrum Kundenservice
Freitag,
22. Januar 2010
Auf
nach Las Indias
AirBerlin:
Der DHV hat reagiert und auch der SHV hat mir zugesagt ein Schreiben
an AirBerlin zu verfassen um gegen die geänderten Gepäckbestimmungen
zu protestieren. Ich selbst habe noch keine Antwort auf mein Protestschreiben
erhalten.
Endlich,
nach langer Zeit mal wieder gute Flugtage. Am Donnerstag schon flogen
wir sogar mit dem Tandem 1.5h und ein Pilot meldete über 4h
in der Luft. Gestern war ich auch mit dem Soloschirm unterwegs.
Nach einem schwierigen Einstieg an der Klippe mit ca. 30 Minuten
Suchen und ruppigen Verhältnissen fand ich eine Thermik welche
mich fast an die Basis brachte. Das war der Anfang von einem Flug
nach las Indias. Südlich von der Eremita sah ich nun das erste
Mal auch die Auswirkungen des Regens mit den neuen Flussläufen
die zum Teil bis ans Meer hinunter reichten. Das Schadensausmass
ist sehr gross. Es wurde an der Strasse in El Charco viel gearbeitet
aber heute las ich in der Zeitung, dass es ca 80 Bürger von
Fuencaliente waren die in einer privaten Aktion Schutt von der Strasse
räumten um gegen die Untätigkeit der Regierung zu protestieren.
Der Flug ging weiter über die Caldereta richtung Startplatz
las Indias wo ich dann aufgrund zunehmendem Nordwind umdrehte. Nach
2.5h landete ich wieder in Puerto Naos. Das nächste Mal befestige
ich die Handykamera so, dass ich ein paar Bilder schiessen kann
von der vom Unwetter betroffenen Gegend.
Donnerstag,
21. Januar 2010
Die
Klippe ruft
Die
Wolke lag tief und versperrte zeitweilig den Campanarios Startplatz
an der Klippe war mal Süd- und dann lange Nordwind doch plötzlich
öffnete sich ein Westfenster und alle wollten raus. Leider
konnte man die Klippe nur knapp überhöhen und ich zählte
fast 20 Piloten die auf einen kleinen Stück ihre Kurven drehten.
Man musste sich sehr konzentrieren da auch nicht alle die Vorflugregeln
einhielten und manch einer auch nicht genau schaute. So "verfolgte"
mich ein Schirm ca 10m tiefer mit einer grösseren Geschwindigkeit
und wenn ich nicht auch noch nach hinten gesehen hätte, dann
wäre ich unsanft eingeholt worden, denn der Pilot schaute immer
nur nach unten. Nach 25 Minuten hat mir der Spuk gereicht und ich
bin Landen gegangen.
Übrigens, wir haben nun eine Woche Urlaub. Es sind keine Gäste
im GuideService und somit wird auch kein Fahrdienst angeboten. Einige
Freiflieger finden das zwar Unverständlich aber ich muss mal
wieder darauf hinweisen, dass es ohne den GuideService keine Mitfahrgelegenheit
gäbe.
Betreffend
neuer AirBerlin Gepäckregelung hat der DHV schon reagiert.
Hier der Link
auf die Page.
Mittwoch
20. Januar 2010
Viel
Sonne und sommerlich warm
Immer
noch sind wir im Zentrum eines Hochdruckgebietes. Das hat uns in
der letzen Woche immer stabileres Wetter gebracht. Die thermischen
Flüge werden seltener, es wurde immer stabiler. Derzeit ist
richtiges Sommerwetter auf der Isla. Es ist mild und die Mandelblüte
hat eingesetzt. Das stabile Wetter hat uns denn auch zwei Flüge
vom Time beschert. Nun ist der GuideService für eine Woche
eingestellt, nach drei Monaten intensiver Arbeit mit 7 Tage Woche
gönnen wir uns eine Woche Urlaub. Hoffentlich wird in den nächsten
Tagen endlich wieder Passat aufkommen, wir hatten ja in den letzten
4 Wochen gerade mal einen einzigen Passat-Tag.
Airberlin
lässt Piloten hängen
Noch was anderes, ein Pilot hat mir mitgeteilt, dass AirBerlin den
Gleitschirm aus der Übergepäckliste
gestrichen hat. In der Tat soll nun die Beförderung eines GS
als Übergepäck verrechnet werden und das kostet dann zwischen
€250 und €500!!! Es lohnt sich, dass hier alle betroffenen
Piloten auf der Homepage eine Protestnote hinterlassen!! Vielleicht
können wir bewirken, dass diese Massnahme rückgängig
gemacht wird. Hier der Link auf das Kontaktformular
von AirBerlin. Als Buchungsnummer habe ich einfach 9999 eingegeben.
Falls
ihr nicht schreiben möchtet, hier ein Text zum kopieren:
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Kunde bei ihrer Fluggesellschaft
und habe immer wieder auch Flüge bei Ihnen gebucht um mit meinem
Gleitschirm in den Urlaub zu fliegen. Leider musste ich feststellen,
dass ein Gleitschirm nicht mehr in der Übergepäckliste
erscheint und einem Kollegen wollte Airberlin für die Beförderung
bis zu € 500 verrechnen. Das ist inakzeptabel und ich bitte
Sie, diese Massnahme rückgängig zu machen und den Gleitschirm
wieder als Sportgepäck für €25 zu befördern.
Mit freundlichen Grüssen
Diesen
Umstand habe ich heute auch dem DHV und dem SHV mitgeteilt. Vielleicht
können sich die Verbände auch für die Piloten einsetzen
und erreichen, dass dieser Blödsinn rückgängig gemacht
wird.
Mittwoch,
12. Januar 2010
Nach
dem Regen die Sonne
Nun,
da habe ich ja schon wieder lange nichts mehr geschrieben. Wir waren
alle gut beschäftigt die letzten Tage. Letzte Woche Regnete
es sogar noch einmal. Diesmal aber in der Nacht. Die gesamte letzte
Woche war meteorologisch sehr anspruchsvoll. Dann hat sich langsam
ein Hoch etabliert und zwar direkt über den Kanaren. Das beschert
uns nun zwar tolle sonnige Tage aber auch eine Absinkinversion und
diese ist letzte Nacht bei 700m angekommen. Gestern konnten wir
so am Time fliegen und zwar ohne Angst vor Konvergenzen und anderen
komischen Vorkommnissen die am Time ja häufig vorkommen. Es
gab einen Abgleiter durch die Inversion und anschliessend dann noch
etwas thermisches Fliegen im unteren Bereich. Danach flogen wir
noch am Campi. Auch hier abgleiten durch die Inversion und darunter
war es dann entsprechend bockig nach einigen Sonnenstunden. Am Abend
stellte sich dann Nord ein und dieser wusch alle Thermik weg.
Heute ein erneuter Sonnentag. Wie gesagt stabil im oberen Bereich
und wir werden sicher am Campanarios und wahrscheinlich auch am
Gallo fliegen heute.
Dienstag,
5. Januar 2010
Landung
im Hotel Sol
Samstag
und Sonntag konnten wir fliegen. Zwar auch wieder in Fenstern, aber
immerhin. Am Sonntag hat ein Pilot bei stärker werdendem Nordwind
die Volte anstelle im Luv vom Strand (also Nördlich) gleich
über das Hotel gelegt und dort die Positionskreise geflogen.
Dabei merkte er offensichtlich lange nicht, dass er abtrieb. Als
er sich im über dem Gebäude beschleunigenden Wind befand
kam er nicht mehr voran und flog direkt in ein Apartmenthaus. Dabei
verfing sich der Schirm glücklicherweise am Dach. Der Pilot
wurde in einer Drehbewegung beschleunigt und an die Balkonbrüstung
geschleudert. Dabei brach er sich ein Bein und fügte sich im
Gesicht Schnittwunden beim Aufprall auf ein Blech zu. Glücklicherweise
ist er nicht abgerutscht und herbeigeeilte Helfer und die alarmierte
Feuerwehr konnte ihn sichern und bergen. Er wird höchstwahrscheinlich
heute nach Hause geflogen und den Bruch zu operieren. Der Pilot
hatte zu wenig Erfahrung um auf La Palma zu fliegen und dann nachdem
er einmal einen Fehler beging einfach keine Möglichkeit mehr
einen neuen Ausweichplan zu entwickeln.
Samstag,
2. Januar 2010
Westlage
ohne Ende
Ein
glückliches neues Jahr meinen Lesern! Nun, die letzte Woche
hat uns auch wieder ein paar schöne Flugtage geschenkt, dies
obschon wir nach wie vor in einer Westlage sind, die längste
solche Lage die ich bis anhin erlebt habe. Ich habe es ja schon
erzählt, im Normalfall dauert die Westlage 1-3 Tage, nun sind
wir schon seit Mitte Dezember im Westwind und es wird nach wie vor
andauern. Vor zwei Tagen hatten wir mal ein Zwischenhoch und sogar
leichten NO Wind dann ging es auch gleich super zum Fliegen, gestern
dann SO und nun SW Wind. Gestern konnten wir nur bis Mitte Nachmittag
fliegen, dann wurde der Südwind in Puerto Naos so stark, dass
ein kontrolliertes Landen nicht mehr möglich war. Ein paar
unerschrockene sind trotzdem raus und hatten sichtlich Mühe,
den Schirm bei der Landung zu kontrollieren. Heute also SW Wind,
falls der nicht zu stark ist schauen wir mal im Süden nach.
In der Nacht wird uns dann die dazugehörige Kaltfront streifen
und ab Morgen soll der Wind in Nördliche Richtungen drehen
und dazu recht stark sein. Nördliche Winde beschleunigen auf
La Palma. Sieht also nicht so rosig aus. Vielleicht aber dehnt sich
ein Hoch das sich südwestlich von uns befindet etwas stärker
aus wie berechnet und dann wird es doch besser. Bin zuversichtlich,
was anderes nutzt auch nichts...
Sonntag,
28. Dezember 2009
Fliegen
vor dem Azoren-Tief
Wir
fliegen gestern und auch heute. Zwar sind wir direkt vor einem Tiefdruckgebiet
das uns eigentlich einen satten SW Wind bringen sollte, aber dieser
kommt zum Glück nicht an und somit können wir bei recht
stabilen Bedingungen trotzdem fliegen. Der Wind in Puerto Naos ist
schwach und lässt eine Landung auf dem offiziellen Landefeld
zu. Der Strand ist wegen der hohen Wellen nach wie vor geschlossen.
Vorgestern musste ein Helikopter einige Leute aus dem Meer fischen.
Am Ende waren es 6 Personen inklusive Rettungskräfte. Seitdem
sind die Strandwächter sehr scharf und haben den Strandzugang
abgeriegelt und auch das Landen am Strand verboten. Es gibt nur
eine kleine mit Bändern abgesperrte Zone zum Sonnen.
Freitag,
25. Dezember 2009
Von
Wind, Sturm und geschlossenen Flughäfen
Hier
meine kleine Privatstatistik. Demnach fiel zwischen 16. und 24.
Dezember in El Paso auf 700m MSL 360l Regen pro m2 und die Westwindwetterlage
bleibt weiterhin bestehen. In bezug auf die grossen Regenmengen
haben wir das Wetterphänomen überstanden. Es gilt nun
aufzuräumen. Gestern fiel in PUerto Naos während 24h der
Strom aus. Auch El Remo und Teile von Las Manchas waren betroffen.
In Fuencaliente sind - als Folge der Feuer - einige Murgänge
beobachtet worden. Einer davon hat offensichtlich eine Leitung beschädigt
welche die genannten Gebiete mit Elektrizität versorgt. In
El Paso war alles "normal" ein paar Stromausfälle
aber die Elektrizität kam schnell wieder. Auch gestern war
die Strasse in den Süden noch gesperrt aber alle Rettungskräfte
waren daran die Situation zu stabilisieren. Auch aus dem Baranco
de las Angustias gibt es Meldungen von Schäden. Dort ist kurz
vor dem Ort Puerto de Tazacorte die Verbindungsstrasse vom aus der
Caldera strömenden Wasser mitgerissen worden.
Gestern flogen wir sogar an der Klippe. Der recht starke Wind wurde
dort gebremst. Die Luft war aber nicht ganz sauber und von einer
laminaren Anströmung konne man nicht sprechen. Auch am Landeplatz
wechselte es von SW nach NW laufend.
Heute ist weder extrem starker Westwind mit über 30 kn angesagt.
Am Flughafen werden Böen von 40kn gemeldet und da wird wieder
gar nichts mehr gehen. Also Flughafen geschlossen, wahrscheinlich
werden die Gäste mal wieder auf die Fähre müssen.
Airberlin war clever, die Zürich Maschine ist erstmal gar nicht
gestartet. Das hat aber wahrscheinlich auch keine Chace denn die
starken Winde werden sich erst gegen Mitternacht abschwächen.
Morgen sieht es mal etwas besser aus..
Mittwoch,
23. Dezember 2009
Regen
Regen Regen
Sowas
habe weder ich noch viele Einheimische mit welchen ich spreche erlebt.
Da hatten wir diese extrem lange anhaltende Trockenheit auf der
Westseite, die mich veranlasste im Garten wilde Regentänze
aufzuführen. Das ging wohl schief, denn ich glaube ich habe
eine Umdrehung zuviel gemacht. Den 8. Tag infolge Regnet es und
ich habe heute morgen eine Regensumme von 227 Litern pro m2 gemessen.
Dies seit 16.12.09.
Das "Spiel" geht heute weiter, im vor einer dreiviertel
Stunde geleerten Messglas sind bereits wieder neue 10l drin. Heute
ist Ausgehverbot. Zwar werde ich in Puerto Naos Wetterklassen durchführen
aber Reisen werden wir heute nicht. Es ist viel zu gefährlich
denn Murgänge und schon nur runterfallende Steine an exponierten
Orten gefährden den Verkehr. So werde ich denn auch über
die Hauptstrasse nach Naos fahren und nicht über die Bergstrasse.
Vorgestern Abend begannen die ersten Murgänge in Fuencaliente
und der Ort los Canarios ist immer wieder von der Strassenverbindung
abgeschnitten. Die Gäste welche im Hotel Pricess gebucht haben
wird es am schlechtesten erwischt haben. Zuerst geschlossener Flughafen,
dann vielleicht spätabends endlich nach zwei Reisetagen mit
dem SChiff ankommen und dann. Strasse zum Hotel geschlossen... Die
Isla Bonita zeigt ihr garstiges Gesicht und wird bei ein paar Touristen
das nie mehr wieder Gen aktivieren. Ich bin zufrieden mit den Regenfällen,
denn Isla Bonita und Isla Verde geht halt nicht anders wie mit Wasser.
Klar wäre es etwas Touristenfreundlicher gewesen diese Regenfälle
zu verteilen. Einige Piloten hatten im Oktober und November nämlich
Hammerwochen und die wären gar nicht böse gewesen über
einen Regentag. So, ich muss mal. Mir geht nämlich jetzt noch
der Strom aus ;-( die Batterien sind fast leer und Sonne? Vielleicht
morgen. Hasta luego.
Januar
2010
Januar
2009 Februar
09 März
09 April
09 Mai 09
Juni 2009
Juli 09
August 09
Sept 09
Oktober 09
November 09
Dezember 09
Januar
2008 Februar
08 März08
April 08
Mai 08 Juni08
Juli 08
August 08
September 08
Oktober
08
November 08 Dezember
08
Januar
2007 Februar
07 März
07 April
07 Mai 07
Juni 07
Juli 07
August 07
September 07
Oktober 07
November 07
Dezember 07
Januar
2006 Februar
06 März
06 April
06 Mai 06
Juli06
August 06
September 06
Oktober 06
November 06
Dezember 06

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