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Guanchen Spanier
Neuzeit
1.
Guanchen

Die
Ureinwohner der Insel waren Guanchen. Diese führten ein bescheidenes
Leben und haben Spuren in Form von Felsenzeichnungen zurückgelassen.
Leider haben die Spanier bei der Eroberung viele historische Spuren
zerstört. Die Guanchen waren politisch gut organisiert. Wie
im Kapitel "Spanier" beschrieben, half ihnen dies aber
nicht gegen die spanische List anzukommen.
Bedeutendster
religiöser Ort der Guanchen auf La Palma war der Idafe,
der heilige Stein in der Caldera von Taburiente. Dieser Stein
hat meiner Homepage den Namen gegeben.
2.Spanier

Am Ende des 15. Jahrhunderts
kam Alonso Fernandez de Lugo auf die Insel. Er
nahm sich die Eroberung dieses Kleinods vor. Zu dieser Zeit war
die Insel in 12
verschiedene Kantone eingeteilt. Jede unterstand einem
Gobernaten auch "Mencey" genannt. Innerhalb von nur
7 Monaten gelang es
Fernandez de Lugo über 11 Kantone zu herrschen. Er schloss
dabei Pakte und
setzte kaum Waffengewalt ein. Ein Kanton blieb übrig. Es
war der 12. und
jetzige Naturpark "Acero" was in der Landessprache auch
"tierra fuerte", also
hartes Land, bedeutet.
Dieser 12. Kanton war die heutige Caldera. Dort herrschte der
Mencey
Tanausu, der an der Spitze einer kleinen Gruppe von Ureinwohnern
,
sogenannten "Benahoaritas" stand.
Fernandes de Lugo wurde mehrmals in
Schlachten von den Benahoaritas geschlagen. Es gelang ihm trotzdem
mit einer
List Tanausu aus seinem Versteck zu locken. Beim vorbereiteten
Überfall
wurde der "Mencey" gefangengenommen.
In der Überlieferung heisst es, dass Tanausu zur Überfahrt
nach Spanien
eingeschifft wurde, dabei aber das Essens verweigerte und den
Hungertod
starb.
3.
Neuzeit
La
Palma war immer von Monokulturen geprägt. Im letzten Jahrhundert
wurden auf der Insel in grossem Stil Cochenillen-Läuse auf
aus Mexiko eingeführten Blattkakteen angebaut. Aus den Läusen
gewann man einen ausserordentlich teuren Farbstoff, das Karminrot.
Nach der Entdeckung der Anilinfarben durch die deutsche BASF war
diese Industrie innerhalb weniger Jahre nicht mehr existent. Auch
noch heute findet man die Kakteen und die Läuse sind auch
nicht ausgestorben. Sie werden aber nicht mehr kommerziell genutzt.
Heute
findet man auf der ganzen Insel Bananen. Diese Plantagen sind
an vielen Orten schon zur Plage geworden. So ist die Banane als
Vielzehrer auf intensive Düngung angewiesen. Auch verschlingen
die Bananen Unmengen von Wasser. Zur Produktion von einem Kilogramm
Bananen werden an die 1000 Liter Wasser benötigt. Fast selbsterklärend,
dass man Bananenanbau auf den Wasserärmeren Inseln kaum betreibt.
Der Anbau der Bananen ist nach wie vor von der EU subventioniert.
Nach
dem Tunnelbau, welcher die Ost mit der Westseite der Insel verbindet,
begann der wirtschaftliche Aufstieg von Los Llanos de Aridiane.
Dieser Ort ist heute das wirtschaftliche Zentrum von La Palma
und hat Sta. Cruz, der Hauptstadt, wirtschaftlich den 1. Rang
abgenommen.
Der
Tourismus spielt eine immer wichtigere Rolle auf La Palma. Die
Insel ist zum Glück nicht mit schönen Stränden
ausgestattet, was den Massentourismus abhält. Trotzdem ist
die Entwicklung in den letzten Jahren unglaublich. Vor 10 Jahren
landeten pro Woche in der Hochsaison vielleicht 5 ausländische
Maschinen. Heute sind es an Spitzentagen über 10!
Der
Tourismus hat den auch zu mehr Reichtum der Palmeros beigetragen.
Diesen Reichtum zeigt man gerne in Form von Autos. Der Verkehr
hat denn auch entsprechend zugenommen.
Ein
neues Baugesetz hat im Jahre 1999 an vielen Orten zu einem Baustop
geführt. Einige Gemeinden haben nach wie vor keinen gültigen
Bauzonenplan und viele Grundbesitzer, vor allem ausländische,
sind verunsichert ob sie ihr Traumhaus auf La Palma überhaupt
bauen können.


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